02.12.2014
Thema Irish Wolfhound
Kiron ist gestern in sein neues Zuhause gezogen. Das Frauchen kam alleine zum Abholen, wurde gleich von Kiron begrüsst und er hüpfte auch freudig ins fremde Auto. Er wußte es...
Liebe Regula, man trifft sich immer zweimal im Leben;-)
Alles Liebe euch und auf ein baldiges Wiedersehen!
Und Doris: DANKE dir auch!! Gute Idee!!
Als Kirons Besitzer uns kontaktierte, ging alles sehr schnell. Dank unseres lieben Heinz-Georgs, der in Hannover arbeitet und Freitags nach Wiesbaden zurück fährt und der immer für jeden M... zu haben ist, sass Kiron Donnerstagabends bei ihm im Auto und war Freitag bei uns auf der Pflegestelle. Von Celle in die Wüste. Ruck-zuck;-)
Warum wir das so detailiert schildern...
Wenn man die Einträge auf unserer Facebookseite und die auf einer IW-Rescue-Seite anschaut, muß man zu dem Schluß kommen:
Die IW-Welt ist eine besonders garstige!
Ohne die genauen Umstände der Abgabe zu kennen werden da Urteile über die Menschen gefällt, die Kiron abgeben MUSSTEN. Besonders das Herrchen kann nichts dafür, er ist Soldat und einen Hund kann man nun mal nicht mit in die Kaserne nehmen! Am Donnerstagabend hätte er seinen geliebten Hund in ein Tierheim geben müssen. Die Züchterin kann keinen Rüden zurücknehmen.
Und der arme Wolf mußte dann zur Windhundhilfe, also das gleicht ja einer Todesstrafe, dabei hätten völlig unbeteiligte Facebooker gleich "zwei sehr gute Interessenten" für den Hund gehabt, die ihn sofort übernommen hätten. Müssen wir uns wundern, warum diese zwei sehr guten Interessenten sich nie bei uns gemeldet haben?
Was ist mit dem Irish-Wolfhound passiert, dem so tollen Charakter, dem Sanften Riesen??? Wo sind sie geblieben???
Es scheint nur noch durchgeknallte, hibbelige Wolfhounds zu geben, dass man einen wirklich Sanften Riesen bekommt, das ist schon eine Seltenheit. Wir hatten schon IWs, die in einem Kombi aufgewachsen sind, deren Vorberbeine so verbogen waren, dass man einen Gymnastikball durchkicken konnte, ohne dass der die Beine berührte, die uns das Haus wochenlang geflutet haben, die Epilepsieanfälle hatten und erlöst werden mußten, die unsere Hunde anfletschten und die Kleinen wie Hasen durch den Garten jagten, die sogar auf uns losgehen wollten, bzw. Kinder schon gebissen hatten.
Warum ist das so? Was ist aus unseren Wolfhounds geworden???
Liegt es "nur" daran, dass wir diejenigen abbekommen, die keiner mehr haben möchte?
Vielleicht liegt es am kleinen Genpool einerseits, an der Unerfahrenheit mancher Züchter andererseits, an den Besitzern, die sich total blauäugig einen großen Hund zulegen, weil sie sich selber klein und unbedeutend fühlen...... Jedenfalls ist es heute nicht mehr selbstverständlich, einen Sanften Riesen zu haben und das ist jammerschade.
Wir suchen übrigens Irish-Wolfhound-Liebhaber, wirkliche, die Pflegestelle werden möchten. Man muß robust, spontan, liebevoll und dickfellig sein, man sollte keine Angst vor Flöhen, verkackten Popozotteln, nicht stubenreinen und nicht sanften und zuweilen auch "aufmuckenden" Riesen haben sowie eine Liebe zum "gescheit Trimmen und Pflegen" dieser Tierchen.
Kiron jedenfalls liess die ganze Aufregung um ihn völlig kalt. Er war total relaxed, so dass uns jeden Abend auf dem Sofa die Beine einschliefen.