Barsoi-Rüde: Joschi

Barsoi-Rüde: Joschi

01.01.2024

Liebe Joschi-Paten und –Freunde,

mit etwas Verspätung gibt es Weihnacht-News von unserem Barsoi-Buben Joschi.
Sein Frauchen Anja schreibt:

„2023 war ein sehr anstrengendes Jahr für den Joschi, der sich mittlerweile schon auf seinen zehnten Geburtstag vorbereitet.
Zuerst sah alles unauffällig aus und ich hoffte das der Sommer nicht allzu heiß wird, was Barsois insbesondere Alten nicht gut bekommt.

Aber der Feind kam aus einer ganz anderen Ecke, denn im Juli kam ich nachhause und sah Blut an seinem Vorderbein runterlaufen. Bei einem so hellen langhaarigen Hund sieht das erstmal schlimm aus, also sofort zur Haustierärztin.
Da es aber nicht zu bluten aufhörte vermutete sie, dass es sich um einen Tumor am Ellenbogen handelt.

Durch seine Herzproblematik wollte sie selber ihn keinesfalls operieren und schickte uns direkt in die Kleintierklinik, wo er auch kardiologisch eingestellt worden war wenige Monate zuvor. Also Not OP und ein bangendes Frauchen. Groß war die Freude, als das Telefon klingelte und man mir mitteilte, dass er alles bestens überstanden hat.
Da er nun schon einmal in Narkose lag, wurde gleich der alte Lidrandtumor mit entfernt, mit dem er hier vor zwei Jahren einzog.

Alles verheilte tagelang gut bis die Naht am Ellenbogen dann anfing sich zu lösen, trotz klammern und nachnähen riss sie immer weiter auf. Eine wochenlange Odyssee begann und am Ende war der Ellenbogen offen und ist es heute noch zum Teil, wenn die Haut nun auch fast hochgewachsen ist. Der alte Junge leidet unter Wundheilungsstörungen und das nicht zu knapp. Aber er ist ein tapferer Patient, denn er arbeitet immer brav mit, nicht nur wenn ich den Verband wechsele, sondern auch wenn die Klinik schmerzhafte Behandlungen vornehmen muss.
Daher ist er auch der absolute Liebling dort, obwohl er auf derartigen Ruhm sicher gerne verzichtet hätte.
Nun ist er der Barsoi mit dem blauen Strumpf (um den Verband zu fixieren), aber auch das nimmt er gelassen hin.

Er nimmt ja insgesamt das Leben so wie es kommt, ist weiterhin immer gut gelaunt und hat innerlich das Wesen eines jungen Hundes.
So auch gestern wieder, als wir beim Hundegang einen Mann mit kleinem Dackelmix trafen.
Joschi wurde ja in einer Hundetagesstätte sozialisiert und möchte daher alle Hunde kennen lernen, besonders kleine Hunde haben es ihm besonders angetan.
Eher unüblich für Barsoirüden, aber der Joschi ist eben etwas anders als die Anderen. Daher war er so entzückt gestern über den Kleinen, dass er wie ein Derwisch um ihn rumlief und spielen wollte. Dabei hat er dann beinahe den Mann umgerannt im Dunklen...so fit und wendig ist er dann doch nicht mehr durch sein Alter. Der fragte dann, ob er nicht so gut gucken kann, nein gucken kann er fantastisch nur mit der Koordination hapert es etwas. Das sind dann schöne Begegnungen mit ihm, wenn er seine Lebensfreude zeigt

Jetzt gehen wir gleich nochmal eine kleine Abendrunde in Sturm und Regen, aber das Wetter nervt eher mich. Ihm ist es völlig egal und er schmeißt sich immer auf die nächstbeste Wiese und wälzt sich erstmal. Da würde er dann gerne eine Stunde sitzen und in der Dunkelheit alles aufmerksam beobachten – im Winter muss ich da aber leider ein Veto einlegen.“

Liebe Paten und Freunde, wir danken Ihnen allen für Ihre Unterstützung, dank derer wir dem alten Barsoi-Buben hoffentlich noch eine lange und schöne Zeit machen können.

 

Joschiw23 2

Joschiw23 3

23.01.2023

Normalerweise melden sich unsere Patenhunde zu Weihnachten.
Bei Joschi sind wir ein bisschen spät dran, aber besser spät als nie:
 
Joschis Frauchen Anja schreibt:
Endlich ein Update von meinem Barsoi Joschi:
Er ist weiterhin ein immer freundlicher Riese, der mit jedem Hund gut klarkommt. Jeden Monat, wenn wir beim Tierarzt auf seine Schmerzspritze warten, werde ich angesprochen was das wohl für ein Hund sei, so einen hätte man noch nie gesehen.
Er gibt dort mit seiner Souveränität immer ein gutes Beispiel für die anderen wartenden Hunde, denn Angst kennt er nicht und findet es eher spannend neue Eindrücke dort zu bekommen.
Leider bleibt seine Gesundheit das große Thema.
Mittlerweile sind Schilddrüse, die Rückenschmerzen und auch das Herz mit Medikamenten ganz gut eingestellt. Die regelmäßige Physiotherapie bekommt ihm sehr gut.
Dennoch bleibt die schnelle Erschöpfung Joschis großes Problem. Ich hatte auf den Winter gehofft, da es im Sommer (der ja 22 wirklich heftig war) schon wirklich schwierig war spazieren zu gehen. So ein Barsoi ist ja ohnehin nicht glücklich bei hohen Temperaturen.
Den letzten Winter war er wesentlich fitter, da konnte ich ihn in gemäßigtem Tempo auch schon mal eine Stunde auf den Spaziergang mit meinen anderen Windhunden mitnehmen.
Das geht nicht mehr. Mehr als eine halbe Stunde (mit Pausen) ist nicht mehr drin - sein Akku ist sehr schnell leer.
Er ist ansonsten eigentlich ein temperamentvoller Hund und ich merke ihm an, dass er so gerne spielen und rennen möchte, aber es geht nicht.
Morgens zu seinem ersten Spaziergang gehen seine beiden Hündinnen mit, das findet er gut, aber wenn ich ihn abends frage, ob er mit allen Hunden mitwill, dann ignoriert er uns.
Abends erwartet er eine Privatrunde nur mit mir alleine, schließlich war er ja 7 Jahre Einzelhund. Natürlich bekommt er die auch.
Da ist es dann sein Liebstes sich auf eine Wiese oder einen breiten Seitenstreifen zu legen, sich erstmal zu wälzen und dann genüsslich die Gegend zu beobachten - bei jedem Wetter! Das kann schon eine Herausforderung sein bei diesen Temperaturen. Aber ich kann ihm nichts abschlagen, muss man auch nicht.
Zum Frühjahr hin werde ich der Empfehlung der Kardiologin folgen und ein Dauer-EKG machen lassen, um zu schauen, ob vielleicht doch das Herz noch eine weitere Medikation braucht. Die schnelle Erschöpfung muss doch eine Ursache haben.
Für dieses Dauer EKG bekommt er eine Weste an, ich habe sowas noch nicht gesehen. Dafür muss aber viel Fell geschoren werden und das wollte ich ihm vor dem Winter ersparen. Es dauert recht lange bis es nachgewachsen ist.
Ja, liebe Paten haltet mal fest die Daumen, dass etwas gefunden wird, was ihm mehr Energie zur Verfügung stellt. Damit er der Kasper sein kann, der in ihm steckt.
Viele Grüße von Joschi und Anja“
 
Liebe Paten, wir danken für Eure Unterstützung.
 
joschi23 11 thumbnail 
 
joschi23 2
 
joschi23 3
 
joschi23 4
 
 

02.08.2022

Wie bereits im Junibrief angekündigt, haben wir einen unserer vermittelten acht Jahre alten Barsoi-Rüden ins Patenhundprogramm übernommen und suchen nun Paten.
Für seine Besitzerin ist das bereits der zweite Barsoi von uns. Doch dass unser Joschi so viele Baustellen hat, damit hatten wir nur bedingt gerechnet.

Anja erzählt:
„Nachdem meine geliebte Barsoihündin Rani innerhalb weniger Tage aufgrund einer Krebsdiagnose erlöst werden musste, war mir klar, dass ich unbedingt wieder einem Barsoi ein Zuhause geben wollte, der bisher nicht viel von der Sonnenseite seines Hundelebens gesehen hatte.
Bei der Windhundhilfe wartete Joschi, ein großer 7 Jahre alter herzkranker Barsoi-Bub.
Joschi hatte von Welpe an bei einer sehr alten gehbehinderten Dame gelebt. Zwei Mal die Woche durfte er in einer Tierpension zum Spielen.
Als sie verstarb, dauerte es ein halbes Jahr bis geklärt war, dass keine Erben den Buben haben wollten. Er lebte so lange in der Tierpension, die sich große Mühe gab, es ihm schön zu machen.
Als Joschi kam, war ich in Kürze begeistert, ein toller und souveräner Rüde.
Aber schon am ersten Tag bemerkte ich eine unnatürliche Erschöpfung bei Joschi.
Er bekam dann gleich am zweiten Tag heftiges anfallsmäßiges Herzrasen, ich kenne das gut, da ich selber fast zehn Jahre darunter litt.
Seine Kondition war sehr schlecht, 200 m und er musste sich hinlegen.
Die Windhundhilfe schickte mich zum Kardiologen.
Gottseidank bekamen wir einen Nottermin, als der Arzt von den Symptomen hörte und dann ging alles schnell. Beim Kardiologen angekommen bekam er nach kurzer Zeit eine schwere Tachykardie mit über 300 Pulsfrequenz. Die genaue Bezeichnung seiner Erkrankung: paroxysmale supraventrikuläre Tachykardie
Er bekommt nun ein Medikament, welches seinen Herzrhythmus stabilisieren soll.
Der Arzt sagte mir, dass es sein kann, dass Joschi einfach umkippt und stirbt.
Leider stellt sich dann auch noch heraus, dass Joschi drei Bandscheibenvorfälle im Rücken hat. Also geht es jetzt einmal die Woche zur Physiotherapie.
Zusätzlich bekommt er alle vier Wochen Librela gespritzt und ergänzend ein Schmerzmittel.
Auch seine Schilddrüsenunterfunktion wird medikamentös behandelt.“

Liebe Barsoi-Freunde bzw. liebe Windhund-Freude, wir würden uns freuen, wenn wir einige Paten für Joschi finden würden. Melden Sie sich doch bei uns.

Joschip22 1

joschip22 2

joschip22 3

joschip22 4

joschip22 5

Joschip22 6


Drucken   E-Mail