1404481176

1404481176

04.07.2014

Dem einen oder anderen fällt es vielleicht anhand unserer News hin und wieder auf, daß der Job als Tierschützer allerlei Mühsal zu bieten hat.
Wir finden immer, daß wir so tolle Pflegehunde haben, eigentlich sind sie alle wunderschön und trotz aller charakterlicher Besonderheiten, sind sie alle liebenswert.
Und dann... will keiner sie haben!
Das ist echt regelmäßig frustrierend.
Als Außenstehender kann man sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, wie sehr wir uns freuen, wenn eine Vermittlung klappt.
Besonders wenn das Feedback dann wie heute Morgen ausfällt:
DHL klingelt und bringt ein Paket, das überall Schlitze im Karton hat.
Nachdem wir kürzlich gehört haben, daß Hühner lebendig auf diese Weise verschickt werden, schoß uns kurz durch den Kopf, daß da doch hoffentlich kein Federvieh drin ist...
Nein es war ein Blumenstrauß mit Karte: "Danke für Ihre Mühe mit Vin und mir. Wir zwei sind so glücklich!"
Boah das ist zwar nicht nötig uns Blumen zu schicken, aber wir freuen uns schon den ganzen Tag darüber!
DANKE!

Weiterhin hat uns Vin über sein neues Leben erzählt:
"Ich bin umgezogen und möchte hier etwas über mein neues Zuhause und meinen Tagesablauf berichten. Morgens wenn es hell wird, wecke ich mein neues Frauchen zunächst mit einem zarten Stupser ins Gesicht. Dann lege ich mich vors Bett und warte was sich tut. Wenn keine Reaktion erfolgt, nehme ich die linke Pfote und schlage energisch auf die Bettdecke. Dann werde ich gestreichelt, was mich sehr freut (wedel), aber nicht von meinem Vorhaben abbringen lässt. Weiterhin verfolge ich ein Ziel. Frauchen muss aufstehen.

Hat sie sich endlich aus dem Bett gequält und verschwindet ins Bad, kann ich mich im Bett genüsslich ausstrecken. Ich stehe erst auf, wenn ich höre, dass sie die Leine in die Hand nimmt. Dann gehen wir mein Revier kontrollieren. Es geht durch die Siedlung, an den zwei Wölfen vorbei in den Wald. Dann den schmalen Schleichweg wieder nach Hause zurück.

Jetzt erwarte ich ganz ruhig in der Küche meine schmackhafte getrocknete Pansenstange. Zuerst gibt es die blaue Mütze übergezogen und dann dauert es noch ewig bis endlich eine Stange aus der Plastiktüte herausgezogen wird. Nach dem Verspeisen des Frühstückssnacks lege ich mich wieder ins Bett; denn Frauchen muss jetzt mindestens 3 Stunden am Laptop arbeiten.

Im Laufe des Vormittags wechsle ich dann in den Wohnzimmersessel. Siehe Foto. Hier behalte ich das Geschehen in und vor dem Haus im Auge. Mir entgeht nichts.

Mittags geht es hinaus in die Welt. Entweder spazieren wir durch die Felder, oder durch den Wald oder wir fahren mit dem Auto an den Fluss und gehen dort ein Wenig andere Reviere erkunden. Danach gibt es etwas Handfestes zu Essen. Mit Rindfleisch, Hüttenkäse, Karotten oder so ähnlich. Nun ist die Zeit gekommen, ein Bisschen verrückt zu spielen. Rasen durchs Haus, Teppiche verschieben, Umgestalten im Allgemeinen. Dann öffne ich Schränke und sonstige verschlossene Türen. Es wird alles durchsucht. Leider kann man nicht so viele Sachen hier wirklich gebrauchen.

Am Nachmittag bin ich sehr im Garten beschäftigt. Ich muss den bösen Nachbarn erschrecken, die Glückskatze vertreiben, Junikäfer fangen und den Geräteschuppen aufräumen. Wenn dann Besuch kommt, meist Freundinnen von Frauchen nebst deren vierbeinigen Begleitern, muss ich den aristokratischen Hausherren spielen. Leichtes Schwanzwedeln, höfliches Andeuten zum Spiel und dezente Zurückhaltung lege ich an den Tag. „Ach ist der süß, und so lieb…“ tätschel. Das Anfassen von fremden Menschen ist nicht meine Sache. Ich ziehe mich galant aus der Affäre.

Am Abend durchstreifen wir die Siedlung nach neuen Nachrichten. Frauchen quatscht auch mit fast Jedem. Ich nur mit jedem Zweiten. Dann gibt es einen Gutenacht-Schmankerl und es geht ab in die Kissen.

So ist mein Tag im Moment. Ich glaube es könnte mir gefallen.

Liebe Grüße an mein liebes Pflegefrauchen aus dem Schwabenländle."

Vielen lieben Dank, wie man sieht lebt der Bub in würdevoller Umgebung!

1404485567

04.07.2014

Neu in der Vermittlung ist ein junger Saluki-Rüde - Erin - mit bewegter Vorgeschichte. Dennoch ist es ein ganz lustiger und freundlicher Bub, der möglichst dringend ein neues Zuhause mit Spielgefährten sucht.
Derzeit befindet er sich in einem Tierheim!

Auch der Afghanen-Rüde Antares sucht endlich eine Familie für immer. Erfahrene Afghanen-Menschen mit viel Zeit gesucht!
1404501109

1404501109

04.07.2014

Unsere zwei Afghanen-Schätzchen Lola & Mandy (vermittelt Januar 2014) haben an Pfingsten mit ihren beiden alten Freundinnen und Frauchen & Herrchen den Urlaub an der Ostsee genossen.
Wir haben Fotos bekommen!
Vielen lieben Dank, die beiden sehen toll und vor allem glücklich aus!

1404366375

03.07.2014

Oh, welch Überraschung.
Gestern erhielten wir vom Amtsveterinär den Impfausweis von unserem Barsoi July.
Er ist bereits zehn Jahre alt!
Wer also einen lieben Oldie sucht, hier wäre einer :-)
1404294137

1404294137

02.07.2014

Marion, Butzimama von Manni und Willow;-) schickt uns zwei aktuelle Fotos. Die zwei Kleinen haben inzwischen schön zugenommen und sind aus Marions Truppe gar nicht mehr wegzudenken.
Danke, liebe Marion!
1404295791

1404295791

02.07.2014

Vor über einem Jahr haben wir die CP-Hündin Fasona nach Polen an eine Liebhaberin vermittelt.
Wenn wir daran zurückdenken, sind wir immer noch ganz stolz, daß wir ziemlich engstirnige deutsche Tierschützer es geschafft haben so international zu arbeiten....
Das Ergebnis ist einfach klasse und macht Lust auf mehr!
Fasonas Frauchen schreibt:
"Es ist nun ein Jahr vergangen seitdem Fasona bei uns ist. Ich dachte, ich melde mich, um über sie ein wenig zu erzählen. Sie ist ein wundervolles Wesen, spritzig, anschmiegsam, verspielt, einfach zum lieben. Den Namen Fasona Kochac hat sie sich verdient!
Sie hangt sehr an meiner jüngeren Tochter. Das ist ihr allerliebstes Frauchen. Sie stiehlt verschiedene Sachen die meiner Tochter gehören und schläft mit ihnen auf ihrem Kissen. Auf dem Foto Fasona im Gepäck, das war als meine Tochter vom Snowboarden zurückgekehrt ist. Wohlgemerkt, die Handschuhe vorne, die meiner Tochter gehören waren in der Tasche von dem Freund. Sie hat sie sich herausgesucht und zu sich gelegt!
Im Garten auf Eichhörnchenjagd will sie fast die Baume hochklettern. Dann kooperieren die beiden zusammen, sie und Cayman. Sonst treibt sie ihre Spielchen mit ihm. Sie "tyrannisiert" ihn regelrecht. Man sieht es auf dem Foto an der Tür, wo sie ihn nicht reinläßt! Es zeigt genau die Beziehung zwischen ihnen. Aber wenn sie ihn zu sehr anrempelt oder zwickt, dann ist er schon imstande ihr zu zeigen wer der Rüde ist.
Das Augenleiden bei ihm (PRA und Rethinopatie in einem Auge) wird immer stärker. Manchmal rennt er beim Toben in einen Baum oder eine andere Hurde. Es ist wirklich traurig, mir zerreißt es das Herz. Es kann auch sein, dass er deswegen aggressiv gegenüber anderen Hunden ist. Vor nicht allzu langer Zeit hat sich auch noch herausgestellt, dass er Epilepsie hat! Ich weiß, weinen hilft nicht, aber es ist eine ganz schlimme Erfahrung!

Ich wollte, dass Sie erfahren wie es Fasona geht. Sie ist einfach ein Schatz! und wir freuen uns jeden Tag, dass sie bei uns ist! Dank Ihnen:)"

Vielen lieben Dank an Fasonas Frauchen für das liebevolle Zuhause.
Auch uns blutet das Herz angesichts der PRA beim CP und wünschen uns inständig, daß ein Gentest entwickelt wird bevor es zu spät ist.
1404298495

1404298495

02.07.2014

Und jetzt noch ganz traurige Nachrichten:
Unser Patenhund Bosbos ist tot!
Sein Frauchen schreibt:
"Am vergangenen Samstag ging unser Bossi völlig unerwartet über die Regenbogenbrücke. Beim Training auf der Rennbahn in Ostercappeln freute sich Bosbos wie so oft als erster die 480 Meter laufen zu dürfen. Als Erster deshalb, weil alle Akteure ihn kannten und wussten, sein Herz schlägt nur fürs „Häschen jagen„ lange abwarten wollte er nicht.
Nachdem er aus der Startbox stürmte und die erste Gerade gelaufen war, ereilte ihn ein Herzversagen. Er driftete aus der Kurve, überschlug sich und war innerhalb weniger Minuten atemlos. Ich bin sicher, dies war der ihm vorbestimmte Weg über die Regenbogenbrücke zu gehen. Ich hatte mir immer gewünscht, dass er in Ausübung seiner Leidenschaft von uns geht.
Das es kurz vor seinem 10. Lebensjahr geschieht, war ohne Frage zu früh.
Wer einmal in den Genuss kam Bossi beim Rennen zu zusehen, wusste sofort, dass er ein absolut hasenscharfer und sauber laufender Afghane war. Durch nichts und niemanden ließ er sich davon abbringen „sein“ Häschen zu fangen. Ihm die erlegte Beute abzunehmen war immer eine Herausforderung und nicht selten schaffte er es trotz Spezialmaulkorb diese von der Bahn zu tragen. In seinem Trainingsleben hat er vielen Hunden zur Rennlizenz verholfen, obwohl er im „normalen Leben“ eher schwierig war. Auch an diesem Samstag, sollte er einen jungen Afghanenrüden „antrainieren“ der bisher nur solo gelaufen war.
Seine letzte Ruhestätte fand Bosbos da, wo er am liebsten war….!"

Wir danken all seinen Paten, die ihn seit vielen Jahren unterstützt haben und es ermöglichten, daß er bei Claudia bleiben konnte.
Er hatte in seinem ersten Lebensjahr viel Schlimmes erlebt und es gelang in der Folgezeit nicht mehr, daß er vermittelbar wurde.
Bevor er zur Windhundhilfe kam, war er auf dem einen und anderen Platz gewesen, doch keiner kam mit ihm zurecht. Unsere damalige Pflegemama kam zu ihm, naja, weil sie eben gerade einen freien Pflegeplatz hatte. Er war wirklich ein schwieriger Kandidat, ziemlich übellaunig mit Rüden, draußen ein Berserker und das Haus wurde mit Vorliebe markiert....
Nach bestimmt einem Jahr fanden wir eine rennbegeisterte Familie, aber das Ganze ging "in die Hose"...die Details der Geschichte haben wir verdrängt, doch mit Ruhm haben wir uns nicht bekleckert.
Tja und dann kam der Bub wieder zu Claudia, die ja eigentlich gerne verzogen gewesen wäre.
Bei uns gilt die Regel, daß ein Pflegehund, wenn irgendwie möglich, wieder auf seine ursprüngliche Pflegestelle zurückkommt.
Irgendwann ging uns dann allen das Lichtlein auf, daß Bossi mit seinem Spezialverhalten nicht vermittelbar ist.
Und wissen Sie was, man schließt diese Hunde, die einem das Leben schwer machen, die keiner haben will, irgendwann ins Herz und versucht das Beste daraus zu machen.
Das hat Claudia getan! Wir können nur nochmals "DANKE" sagen. Wärst Du nicht gewesen liebe Claudia, hätten Bosbos und Azi Ramses zusammenleben müssen, aber das wollen wir uns gar nicht vorstellen.

Am Rande sei noch angemerkt:
Ramses hatte gar Enkel die Weltsieger wurden und Bosbos war zu bestimmten Zeiten der schnellste Afghane Europas und trotzdem hätten sie ohne den Tierschutz kein Zuhause gehabt...ist doch eine seltsame Welt!
1404199564

1404199564

01.07.2014

Das letzte "Afghanen-Baby" Sierra befindet sich gerade auf dem Weg ins neue Zuhause. Es darf mit seinem Schwesterchen zukünftig am Strand herumtollen - da werden wir ja fast neidisch!
Unser Partnerverein Voordewindhond hat ganze Arbeit geleistet und alle sieben Zwerge in Rekordzeit vermittelt. Wir gratulieren.

Neu in der Vermittlung ist eine 8 Jahre alte Afghanen-Dame in black & tan Maggie. Für sie suchen wir so ein ganz liebes Plätzchen, wo das doch schon etwas ältere Schätzchen liebevoll gehegt und gepflegt wird. Wir haben bereits ein Bild von der Ankunft, wo sie noch etwas zerzaust aussieht, bessere werden folgen.

Weiterhin rief uns eine Afghanen-Besitzerin, der ersten Stunde an.
Mimi (vermittelt Januar 2004) verstarb mit über 15 Jahren. D.h. Mimi lebte 10 Jahre lang mit ihrer treusorgenden Familie.
Wir sagen herzlichen Dank für die gute Pflege.

Auf dem Bild grüßt uns ein strahlender Elvis. Lieben Dank Andrea!
1404199999

1404199999

01.07.2014

Den Juli begrüsst Manni, das Kalenderbutzi :-)