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05.10.2012

Wie bereits angekündigt waren wir mit unserer "Afghanen-Altmaus" Lena am Montag beim Tierarzt und Dienstag war der OP-Termin.
Schweren Herzens haben wir uns dazu entschlossen, Lena kastrieren zu lassen. Gleichzeit wurde der hintere Strang der linken Gesäugeleiste entfernt. In ca. 4 Wochen wird die andere Seite dran sein.
Die Kastration eines Afghanen ist bei uns eigentlich ein No-Go, aber die Gesundheit geht vor!
(Auch wenn es international eine Normalität darstellt, jeden Rescue-Hund zu kastrieren, lehnen wir dies besonders bei dieser Rasse ab, da sich die Tiere sowohl im Verhalten als auch in der Optik extrem verändern: bei Afghanen verdreifacht sich das Fell am ganzen Körper, und es wird auch im Gesicht und am Sattel lang. Der Pflegeaufwand erhöht sich enorm.)
Unserer Lena geht es nun den Umständen entsprechend gut. Sie hat die OP gut überstanden und das Futter schmeckte bereits abends wieder.
Sie könnte nun auch zu einem Rüden ziehen...
Wer mag dieser älteren Süßen noch ein paar schöne Jahre bieten?
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05.10.2012

Heute stellen wir endlich auch unseren älteren Afghanen-Buben Leonardo vor. Er ist neun Jahre alt, black and tan und kastriert.
Bevor er zu uns kam, muß er eine schlimmere Hautkrankheit gehabt haben, jedenfalls ist er derzeit ziemlich nackig.
Ungeziefer war mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen, da er aber auf dem Weg der Besserung zu sein scheint, haben wir uns entschlossen ihm erst mal ein "Advocate" drauf zu machen (was gegen sämtliche Milben hilft) und abzuwarten.
Nach einigen Tagen Quarantäne dufte er dann auch zu unserem Rudel, das er völlig souverän begrüßte und eigentlich ganz gut gelaunt durch den Garten trabte.
Da wir so gut wie keinen Juckreiz mehr feststellen können, ersparen wir Leonardo erst mal Hautstanzungen und ähnliches. Häufig erledigen sich schwerwiegende Hautprobleme, wenn das Tier zur Ruhe kommt und gleichzeitig mit Advocate behandelt wird.
Man kann auf den Fotos auch sehen, da die Äuglein ordentlich entzündet sind, aber auch das ist nun wieder gut.
Nach einer angemessenen Erholungszeit wird auch Leonardo ein eigenes Zuhause brauchen (natürlich wäre eine Erholung im neuen Zuhause noch viel effizienter).
Er ist ein ganz genügsamer unauffälliger Schatz, der es liebt sich stundenlang die Herbstsonne an einem Fensterplatz auf den schütteren Pelz scheinen zu lassen.
Andere Hunde mag er, aber er möchte nicht von ihnen bedrängt werden. Da er immer in Gesellschaft gelebt hat, wünschen wir ihm weiterhin afghanische Gefährten.
Menschen gegenüber ist er schmusig und sehr freundlich, auch vernünftige Kinder stören ihn nicht.
Zu allem Übel hat der Gute derzeit mindestens 5-6 kg Übergewicht...auch das gehen wir gerade an.
Wo sind die wahren Afghanen-Rescuer?
Lena und Leonardo sind zwei ganz besondere Afghanen, die noch einige schöne Jahre haben möchten.
Einen jungen bis mittelalterlichen Hund zu adoptieren befriedigt in der Regel die beiderseitigen Bedürfnisse von Hund und Mensch. Einen alten Hund aufzunehmen bedeutet die eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund zu stellen und sich ganz auf das Tier einzulassen.

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04.10.2012

Gestern bekamen wir lustige Post mit dem Betreff News:

"Heute hat unser Barsoi Karl-Friedrich ein neues Zuhause gefunden. Er lebt jetzt mit Barsoihündin Blondi
(alias Wolja vermittelt 12.08.2005) und Windhund-Mix Hündin Emma und 4 Katzen im Norddeutschland.
Fotos und mehr demnächst, jetzt ist alles noch zuuu neu und aufregend.

Liebe Ellen!

Sehr spontan, aber es sollte wohl so sein - es passt einfach.

Ganz liebe Grüße
Anja und Familie"

Ahaaaaaaa, es geht auch (fast) ohne uns;-)))
Karl-Friedrich wurde von seiner Besitzerin nicht gerade als nett und umgänglich beschrieben, so dass eine Vermittlung schwierig war. Kaum auf der Pflegestelle angekommen, entpuppte sich der Kerl als ganz normaler Hund, dem man nur mal sagen muß, wo es lang geht. Da seine Pflegemama auch eine "alte" Barsoifrau ist, rief sie kurzerhand bei Anja an, auch weil Karl-Friedrich vom Aussehen her ähnlich Anjas verstorbenem Rüden ist. Die zwei machten einen Termin aus und es hat geklappt, KF hat ein Zuhause;-)
Klein ist die Windhundwelt und die iWi-Welt ist noch kleiner und wir trauten uns nie, Anja mit einem neuen Barsoi auf die Nerven zu gehen.
Wir wünschen euch alles Liebe!!
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04.10.2012

Heute ist wieder einmal "Welttiertag".

Wie jetzt, nur für diesen einen Tag? Und dann?
Machen wir so weiter wie immer.

Nein, wir möchten Sie heute einmal dazu anregen, explizit über das Leben unserer Hunde nachzudenken.
Warum halten wir uns Hunde?
Früher hat man sich Hunde ins Haus, bzw. in die Höhle geholt, um sich vor wilden Tieren beschützen zu lassen, sie hielten das Umfeld sauber, wärmten ihren Menschen in kalten Nächten und waren treue Helfer bei der Jagd.

Aber wer möchte heutzutage einen Hund haben, der seinen Besitzer beschützt, seltsame Dinge wie tote Mäuse, Vögel oder Exkremente jeder Art verspeist, ganz selbstverständlich ins Bett steigt und seiner Jagdleidenschaft nachgeht?!

Heute werden solche oder ähnliche Anforderungen an den Hund gestellt:
Er soll verträglich mit allen Tieren sein, inkl. Katze, Hase, Maus.... er soll Partner- und Kindersatz sowie untergeordnetes Kinderspielzeug sein, er soll das Sportgerät ersetzen, auf Hundeplätzen mit Gehorsam und Akrobatik glänzen, stundenlang, am besten ganztags alleine Zuhause bleiben können, dabei immer absolut stubenrein sein, er soll "gut hören", überall ohne und wenn, dann mit durchhängender Leine laufen können, Zuhause ausschließlich schlafen, nicht laut sein oder Schmutz verursachen.

Ein Hund ist ein Individuum, welches unvorhersehbare "Betriebsstörungen" aufweisen, entwickeln kann. Er knurrt die Kinder an, wälzt sich im Matsch, jagt Katzen hinterher, pinkelt auf den Perserteppich, klaut den Sonntagsbraten.
Bei derartigen Betriebsstörungen wird die Reparaturwerkstatt der modernen Tierhalter aufgesucht, die Hundeschule. Da macht es auch nichts, wenn ein Trainer, der gerade mal den zweiten Welpen in Folge besitzt, einem unserer Mitglieder erklärt, wie er sein achtköpfiges Rudel zu führen hat. Was der Hundetrainer sagt, wird gemacht, ohne darüber nachzudenken. Gleichzuziehen mit den Tierkliniken, der Doc hat gesagt, dass... und schon wird das so gemacht. Die Werkstatt weiß immer Bescheid, denn was teuer bezahlt wird, muß gut sein, das Gehirn ist ausgeschaltet. Gleichzeitig muß man Mitleid mit den Tierärzten haben, denn die meisten Tierhalter hegen die Erwartung, spätestens beim Verlassen der Praxis ein gut funktionierendes Tier mit nach Hause zu nehmen. Anstrengungen seitens vieler "Tierliebhaber" gleich null.

Ein Hund ist kein Kühlschrank, den man woanders aufstellt, der dort genauso funktioniert wie auf dem alten Platz. Unsere Hunde haben alle eine Vorgeschichte. Ob sie nun aus gutem Hause sind oder aus einem Zwinger, Verschlag oder Keller kommen: Sie durchleben ein Trauma, das Trauma der Veränderung. Werden aus ihrem bisherigen Leben herausgerissen, müssen sich völlig neu orientieren und damit zurecht kommen. Müssen viel lernen, z.B. keine kleinen Hunde zu zerpflücken oder das Sofa anzukauen.
Was diesen Hunden abverlangt wird und wie sie das meistern, ist eine enorme Leistung.

Sie sollten keine Anforderungen an Ihr Tier stellen, Sie sollten sich eher fragen, was können Sie dazu beitragen, dass es ein glückliches Leben führen kann, ein hundegerechtes.
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03.10.2012

Und wieder gibt es einen Todesfall zu beklagen.
Gestern mußte Mary-Jane erlöst werden. Sie hatte Krebs und die letzten zwei Tage wollte/konnte sie nicht mehr aufstehen, so dass es schließlich an der Zeit war, sie gehen zu lassen.
Mary-Jane wäre im November 12 geworden, sie stammte aus Irland und lief auf der Bahn in Barcelona, wir holten sie im März 2006 mit 18 anderen Greys von dort ab und gaben sie mit einigen ihrer Leidensgenossen an einen anderen Verein zur Vermittlung. Mary-Jane mußte fast zweieinhalb Jahre warten, bis sie ein Zuhause fand. Jedem, der uns anrief, legten wir inständig diese tolle Hündin ans Herz, doch niemand war bereit, sich auf sie einzulassen. Bis dann endlich (entschuldige Eva) ein Platz bei Eva frei wurde. Ihre schwarze Mischlingshündin starb und sie und Heinz-Georg wollten wieder "etwas Schwarzes" haben - und es klappte. Mary-Jane zog um, wir freuten uns alle riesig.
Auch wenn Mary-Jane kein schönes Leben hatte, wenigstens konnte sie noch vier schöne Jahre erleben.

Eva und Heinz-Georg ein ganz herzliches Danke für alles.
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03.10.2012

Struppige News.

Neu in der Vermittlung ist Calle, eine ca. 2 Jahre junge, kastrierte Irish-Wolfhound-Mix-Hündin, die erst im September aus Spanien nach Deutschland kam und schon ihr Zuhause wieder verlor.
Calle ist bei den Windhunden anderer Vereine zu finden!

Dann sucht noch ein einjähriges Deerhoundmädchen ein neues Zuhause. Fritzi hat ein kleines Problem: Sie ist "nicht ganz dicht". Durchgecheckt ist sie, organisch ist sie aber vollkommen gesund und auch sonst ein ganz typisches Deerle;-) Verspielt, Blödsinn im Kopf, Power ohne Ende!
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02.10.2012

Fast vergessen, es ist ja schon wieder ein Monat herum!

Unser Oktober-Kalenderblatt;-)))


An dieser Stelle müssen wir auch mal unseren Michael loben, dank ihm kann jetzt der Windhundkalender direkt über unsere HP (siehe rechts;-) bestellt werden.
Auch hat er einen Link zu unserer Facebookseite eingerichtet (siehe oben beim Logo;-).
Einfach klasse, so ein Technik-Freak. DANKE!
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01.10.2012

Vor einigen Monaten rief uns eine Dame an, die bereits vor 10 Jahren zwei Afghanen ohne Zuhause übernommen hat.
Diese waren nun verstorben und es war die Zeit gekommen, wieder welche aufzunehmen.
Da ein Wege von fast 1400 km zwischen Afghanen-Pflegestelle und Zuhause lag, guckten wir zuerst einmal, ob es nicht in der Gegend einen Afghanen gibt.
Als nun Holly & Kate und Lena & Leonardo zu uns kamen, fiel uns natürlich diese Dame wieder ein:
Nein, sie habe noch keinen neuen Afghanen...
Und eigentlich würde ihr Herz für die alten Schätze schlagen.
Da wir aber auch Katzen-Liebhaber sind, werden nun Holly und Kate in die Ferne ziehen. Sie werden sich noch ohne Probleme an eine Katze und zwei Yorkies gewöhnen. Zudem die zwei Süßen fantastisch miteinander spielen, bzw. die quirlige Holly sehr gut zu der etwas ruhigeren Kate paßt.
In ca. drei Wochen ist es soweit, ihr neues Frauchen nimmt die weite Reise in Angriff. Wir werden berichten.

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01.10.2012

Ein schönes Handy-Video in der Post;-)

Juli rennt.

Juli beim Rennen mit ihrem Barsoikumpel und einem Galgo.

Danke Tina!