30.01.2010
So einen alten Afghanen wie Didier aufzunehmen, birgt doch allerhand Aufregung und Abwechslung...
Eine Zahnsanierung konnten wir beim besten Willen nicht abwenden, so daß Didier und auch seine Pflegemama Kerstin in den sauren Apfel beißen mußten.
Sie berichtet:
"Es ist kaum zu glauben, aber der Dicke hat`s mal wieder geschafft.
Kurze Zusammenfassung:
Die Zahnsanierung war relativ unfallfrei: Herztöne waren stabil (die habe ich die meiste Zeit abgehört), zwei Zähne mussten raus und die TÄ hat einen Abstrich des Mundbodens gemacht, weil wir da ein ganz mieses Gefühl hatten. Der Befund ist aber nicht dramatisch: lediglich die Entzündung, die wir schon kannten. Die Narkose hat der Kleine wirklich gut weggesteckt, dienstag vormittag war er gut drauf und hat auch gefressen.
Dienstag nachmittag fing`s dann an: Alles wurde erbrochen, auch Wasser, innerhalb von einer Stunde hohes Fieber, er konnte sich kaum auf den Beinen halten. Herztöne desaströs.
Aber der Kleine ist ein ganz zäher Bengel: das dritte Antibiotikum hatte angeschlagen und das Fieber ging wenigstens runter.
Da er immer noch fast alles erbrach, gab`s dann das Antibiotikum per Spritze, das Herzmittel alle drei Stunden über die Mundschleimhaut. Die Herztöne waren schnell wieder stabil, wir hatten dann nur fast eine Woche das Problem, dass er absolut nix fressen wollte.
Seit letztem Sonntag schlafen Dieter und ich wieder durch. Er ist ganz dankbar, dass ich nicht alle drei Stunden mit dem Stetoskop angerockt komme :-)) Und er hat wieder angefangen zu futtern. Und wie.....
Der Herzfehler wird weiterhin medikamentös behandelt, da werden wir auch in der Zukunft nicht drum rum kommen.
Auch wenn wir uns zwischendurch immer wieder gefragt haben, ob wir alles richtig entschieden hatten: er zeigt uns jetzt ganz eindeutig, dass es ihm einfach nur gut geht. Er rennt durch den Garten, frisst alles, was nicht bei drei auf dem Baum ist, rennt mir auf unserem Spaziergang weg zu den Nachbarn, weil`s da ja so lecker Katzenfutter gibt *grumpf* und er entwickelt sich zum Kampfschmuser.
Er ist eben ein ganz lieber, lustiger alter Mann."
Wir freuen uns sehr, daß der Bub wieder auf die Beine gekommen ist und wünschen ihm noch ein bißchen Zeit, denn leider hat sich zwischzenzeitlich noch herausgestellt, daß der Bub Dickdarmkrebs hat. Da kann man leider nix mehr machen.
Aber für uns ist die Hauptsache, daß es ihm momentan gut geht.