16.02.2015
Wenn ein Windhund im Tierheim "landet" ist das Geschrei in der Fangemeinde der Windhunde immer groß.
Ein Windhund sollte nichts im Tierheim verloren haben...
Dann wird diskutiert, wer ist der Züchter, warum kümmert der sich nicht.
Ist dieser dann gefunden und der kümmert sich dann, ist die Verwunderung groß, daß die meisten Tierheime sagen, wir geben den Hund nicht zurück.
Heutzutage führt so etwas dann zu einem Shitstorm im Facebook.
Wir sind ja der Meinung, daß einige Denkstrukturen zu dem Thema korrigiert werden sollten:
1. Kein Hund etwas im Tierheim verloren.
2. Jeder Eigentümer eines Hundes überlegt sich in aller Regel, wohin er seinen Hund abgibt. Sollte er aus irgendwelchen Gründen den Hund ins Tierheim bringen und nicht dem Züchter, ist definitiv in der Kommunikation Züchter-Besitzer etwas schief gegangen.
3. Der Besitzer hat dem Tierheim dann den Auftrag erteilt, den Hund zu hüten und zu vermitteln; hätte er gewollt, daß der Hund zum Züchter zurückkommt, hätte er ihn ja selbst dort abgeben können.
4. Also ist es nicht weiter verwunderlich, daß das Tierheim seiner Aufgabe nachkommt: den Hund hütet und vermittelt.
Im Fall des Saluki-Rüden Yashar war das Theater besonders groß...
Fakt ist, das Tierheim hat sich hervorragend um Yashar gekümmert, er hatte eine eigene Pflegemama, bei der er wohnte.
Zu den Motiven des Vorbesitzers können wir nichts sagen. Der Züchter hat sich bemüht, den Hund zu sich zu holen, doch das wurde ihm verwehrt.
Wir haben uns "natürlich" auch "eingemischt". Um eine telefonische Stürmung des Tierheims zu vermeiden, wie in der Vergangenheit des öfteren geschehen, haben wir darauf verzichtet, Yashar bei uns vorzustellen.
Das Tierheim war auf jeden Fall zur Zusammenarbeit bereit.
Meldete sich dann, daß sich ein Interessent gemeldet habe. Dieser meldete sich auch bei uns - ein alter Bekannter, der schon mehrere Rescue-Salukis hatte, auch einen von uns. Daher konnten wir den Interessent dem Tierheim wärmstens empfehlen. Sogar die Pflegemama nahm noch mit uns Kontakt auf.
Dieses Wochenende war es dann soweit, Yashar ist umgezogen und wir haben schon ein Bild bekommen, wie er fröhlich mit seiner neuen griechischen Freundin über die Wiese hüpft. Herrchen rief auch ganz glücklich an, daß er sich nach zwei monatiger Saluki-Abstinenz nun wieder wie ein vollständiger Mensch fühlen würde.
Und die Moral von der Geschicht:
Es dauert eben ein bißchen Zeit bis ein gutes Zuhause sich findet. Daran kann auch Facebook nichts ändern - nicht einmal ein Shitstorm...