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20.05.2017

Wie bereits berichtet mußten wir von unseren 12 beschlagnahmten Hunden 5 einem Käufer übergeben. Eigentlich sollten wir 8 der Hunde abgeben, doch 3 konnten wir glücklicherweise erwerben. Einer davon war Manny: Ein 5 Jahre alter Afghanen-Rüde – ein creme-weiß Schecke.
Er hat bei seinen Vorbesitzern einige Würfe produziert, u.a. ist er der Vater unserer Daisy. Auch ein Wurf reinrassiger Afghanen ist dort gefallen, zwei der Kinder Mona und Ella mußten wir weitergeben. Manny war in einem recht schlechten Zustand als er zu uns kam, unterernährt und neben den Verfilzungen hatte er vereiterte Zähne, die Ohren waren so kaputt, dass er in jedem Trommelfell ein Loch hatte. Unser Tierarzt sanierte Gebiß und spülte die Ohren, beides ließ Manny wieder erwachen. Ein imposanter und souveräner Bub, der sich in den vergangenen 6 Wochen schon gut erholt hat. Wir schrieben damals, wir suchen einen Pflegeplatz für einen Seelenhund. Unsere Andrea meldete sich: Sie habe die Mama und würde gerne den Sohn nach Hause holen. (Um Missverständnissen vorzubeugen, die Mami konnte Andrea vor Jahren in Zuchtrente übernehmen.) Unser Luxus-Afghanen-Shuttle in der Not wurde gerufen und der Bub reiste von Süd nach Nord. Tausend Dank an dieser Stelle wieder einmal an Monika ! Andrea stellte bereits in kürzester Zeit fest, dass Manny ein richtig toller Typ ist, auch seine Mama mochte ihren kleinen, mittlerweile großen, Buben spontan. Dann kam der Anruf vom Amtsvet, die Afghanen müssen abgegeben werden. Supergau. Nicht dass uns Pflegstellen die Weitergabe der Hunde leicht gefallen wäre, doch für eine Privatperson, die nicht andauernd damit konfrontiert ist, Hunde weiterzugeben, gleicht eine solche Nachricht einem Weltuntergang. Viel Bauchweh und Schlafdefizit begleiteten die Wochen bis fest stand, dass Manny bleiben darf.
Noch jetzt Wochen später sind wir beim Schreiben erleichtert, dass es gelungen ist, Manny zu kaufen.

Sein Leben hat jetzt endlich angefangen, wir freuen uns sehr, dass Manny bei Andrea alt werden darf. Danke Andrea!
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20.05.2017

In der letzten Woche ist noch so Vieles passiert, dass wir mit dem Berichten gar nicht hinterherkommen.

Die Windhundhilfe arbeitet nun mit dem Pro Levrier in der Schweiz zusammen; darüber freuen wir uns sehr, dient es doch den Windhunden die ein neues Zuhause suchen.

Eine drei Jahre alte Afghanen-Hündin hatte Not und sollte ins Tierheim kommen. In letzter Minute konnte bewirkt werden, dass die Hübsche von Pro Levrier-Mitarbeitern geholt wurde und zu unserer Monika kam, die uns seit bald zehn Jahren in Sachen Pflegestelle immer wieder hilfreich zur Seite steht.

Die hübsche Giselle ist drei Jahre alt und kastriert und es hört sich ja ein bißchen verrückt an, aber sie fehlte uns gerade.
Unser vier Jahre alte Ivi, die schon eine Weile reserviert ist – ihre Besitzer kommen am Sonntag, um sie zu holen – möchte nämlich kein Einzelhund sein und wir hofften sehr, ein passendes Mädchen für sie in der nächsten Zeit zu finden. Ivi ist verträglich, Giselle auch. Wir drücken nun die Daumen, dass sie beiden Mädels sich mögen, dann dürfte Giselle nämlich nächste Woche umziehen. Sie ist reserviert.

Wenige Tage nach Giselles Rettung mußten der Pro Levrier und wir feststellen, dass ein weiterer Afghane (vom gleichen Besitzer) seit einem halben Jahr in einem Schweizer Tierheim einsitzt. Der Bub ist kastriert und gerade mal ein Jahr alt. Der Präsidentin des Pro Levrier gelang es den Buben mit nur einem Telefonat zu einem Pro Levrier-Hund zu machen. Mambo wohnt nun vorübergehend auch bei Monika und wir würden es freuen, wenn sich jemanden für den Süßen finden würde. Kontakt Windhundhilfe oder Pro Levrier.
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20.05.2017

Weiterhin sucht noch eine platinfarbene Schönheit ein Zuhause - Sissy.
Noch ist sie 4 Jahre alt, würde aber gerne ihren bevorstehenden fünften Geburtstag gerne mit ihrer neuen Familie feiern.
Vom Typ her noch ein Afghane nach dem alten Schlag.
Sie ist gut sozialisiert, Waschen, Föhnen, Bürsten perfektioniert, und kennt auch sonst alles was man sich so wünscht.
Gerne würde sie mit einem weiteren Afghanen leben, doch dies ist kein Muß.
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20.05.2017

Am Dienstag mußten wir uns von unserer Telou verabschieden. Das alte Azawakhle kam im August zu uns und da sie so "speziell" war, blieb sie. Speziell nicht nur im azawakhianischen:-) Sinn sondern auch im gesundheitlichen. Sie hatte unfallbedingt eine kaputte Hüfte, ein zertrümmertes Sprunggelenk und obendrein eine Ladung Schrot im "gesunden" Bein.
Telou war ein besonderer Charakter, entgegen ihrer Rasse fühlte sie sich im Rudel spontan wohl - nur selten zeigte sie den anderen ihre Zähnchen, was dann auch noch zuckersüss aussah, denn das war irgendwie eine Mischung aus Lachen und Keifen zur selben Zeit. Sie hatte dann immer so lustige Augenfältchen, nein, nicht vom Zusammenkneifen, sie hatte einfach den Schalk im Nacken. Ach ja, den hätte man mal noch straffen können, ihre Falten am Hals waren ziemlich ausgeprägt. Aber jetzt mal Spaß beiseite, dieser Charakterkopf fehlt an allen Ecken und Enden. Schon morgens fehlt das Geräusch ihrer weichen Schlappöhrchen, wenn sie sich schüttelte, wenn Besuch kommt, fehlt der tiefe Bass ihrer Stimme.
Liebe Telou, wir vermissen dich ganz schrecklich. Machs gut, meine Süsse.
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20.05.2017

Auch unsere Hannah mußten wir gehen lassen. Sie hatte in den letzten Wochen stark abgebaut, körperlich wie geistig. Auf einmal ist es total still bei uns. Telou und sie haben immer lautstark gemeldet, wenn vor dem Tor was los war.
Im April 2010 zog Hannah bei uns ein, ein paar Tage später fand sie ein tolles Whippet-Zuhause. Jedoch, Hannah kam zehn Tage später wieder. Genau am 15. Mai 2010 und sie blieb - bis zum 16. Mai 2017.
Sieben Jahre mag für die meisten Menschen eine nicht allzu lange Zeit sein. Hannah war immer präsent, immer vorne mit dabei, hat ihren Hausmeisterjob mit Bravour erledigt. Also das, was wir zuließen. Bellen darf man, andere hausmeistern nicht.
Wir denken, sie hatte ganz annehmbare sieben Jahre bei uns.
Sie war -bisher- der einzige Whippet, der aus dem Stand über unser Gartentor flog, um Schäferhunde etc., zu verbellen oder mal eben mitzufahren, zack, rein in den Bus, ob wir sie jetzt mitnehmen wollten oder nicht:-) Auch sprang sie ein Mal aus dem Fenster im ersten Stock in den Hof herunter. Zum Glück ohne Folgen, die OG-Fenster sind seither nur offen, wenn die Klappläden geschlossen sind.
Hannah schlief von Beginn an immer im Bett vom Sohnemann. Auch als dieser auszog, machte sie es sich nachts in seinem Bett bequem, zusammen mit Joda und natürlich Diva. Auf dem Sofa scharten sich die Butzis allabendlich um sie und wenns ihr zu viel wurde, hüpfte sie in ihr Körbchen auf der Ofenbank. Beim Essen war sie immer unter den Ersten, die in der Küche standen, nur in den letzten Tagen blieb immer was in ihrer Schüssel liegen.
Good bye, kleine Hannah.
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20.05.2017

Und dann mußten wir gestern auch noch die kleine Angel erlösen lassen.
Unser neues Patenwhippchen, das gerade mal 5,2 Kilo auf die Waage brachte, wollte nicht mehr. Sie, die vom ersten Tag an unser Kopfkissen in Beschlag genommen hatte, lief die halbe Nacht unruhig im Schlafzimmer herum, wollte raus, wollte rein, wollte trinken, wußte gar nicht mehr, was sie wollte. Jedenfalls wollte sie morgens nichts mehr essen. Im weichen Körbchen gings zum Doc, Angel merkte kaum mehr die Spritze.
Kleine Maus, du bist wohl im Januar 1998 geboren, ein sehr stolzes Alter und obwohl wir dich nur vier Wochen kannten, können wir sagen, wir sind froh und dankbar, dass du bei uns warst!

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19.05.2017

Traurige News erreichten uns von Chantal einer Afghanen-Hündin , die wir hier leider nie mit Bild vorstellen konnten.

"Ach und heute hat mich auch noch meine kleine Chantal verlassen. Ein Tumor in der Größe eines halbierten Tennisball am Kehlkopfbereich machte ein Weiterleben sinnlos. Sie war nicht einmal ein Jahr bei mir. Als sie kam war sie schon krank, ihr Fell sah aus, wie das von einem alten Teddybär. Der gesamte Bronchialbereich vereitert. Wir dachten wir kriegen das hin. Verschiedenste Antibiotikasorten wurden gegeben, ein Mittelmeercheck blieb negativ. Alles brachte nur kurzzeitige Besserung. Alles Waschen und Striegeln ließ sie auch nicht gesünder aussehen. Bereits an Weihnachten mußten wir feststellen, dass sie im Schlaf den Kot verlor. Im Februar als sie heiß wurde, verlor sie auch Pipi bei jedem Anlaß. Z.B. beim Bürsten war es wie wenn man einen Wasserhahn angestellt hätte.
Trotz allem war sie mir gegenüber immer gut gelaunt, charmant, schwanzwedelnd, kuschelte für ihr Leben gern. Ansonsten hatte man das Gefühl, sie war ein Azawakh, der Ausversehen im Körper eines Afghanen geboren wurde. Besucher wurden verkläfft, sie saß locker eine halbe Stunde auf dem Sofa und bellte, bis sie den Besucher wieder ausblenden konnte. Auch von dem Rest der Familie ließ sie sich erst nach ca. einem halben Jahr anfassen und auch nur wenn es unbedingt sein mußte. Zu Underdogs oder zu kranken Hunden war sie extrem garstig, und dabei völlig beratungsresistent.
Ach was wird mir dieses kleine Hündchen fehlen. Erst vor ein paar Wochen wurde uns klar, dass sie eine neurologische fortschreitende Erkrankung hatte. Sie lief nämlich wie ein Spielzeughündchen und wackelte mit dem Köpfchen, wenn sie kuscheln wollte. Anfangs fanden wir das auch noch extrem niedlich bis es dann so langsam ratterte, dass dieses Verhalten, Ausdruck einer Krankheit war.
Wir beschlossen dann, ihr es einfach nur noch schön zu machen, in ein paar Wochen wären wir ans Meer gefahren, doch das war ihr nicht mehr vergönnt.
Du armes kleines Hündchen, wenigstens bist Du nicht in dem Zwinger gestorben, der sieben Jahre Dein Gefängnis war. Alle Afghanen sind toll, aber Du warst mein Seelenhündchen!"
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17.05.2017

So nun wollen wir doch endlich mal wieder über unsere zwei Zirkusaffen berichten.
Slava macht gerade Urlaub auf Sylt. Er hat sich zwei schicke afghanische Weiber angelacht mit zugehörigem Personal.
Eigentlich wollten die zwei Jungs nur mal die verrückte Frau bei der Windhundhilfe mit den vielen Afghanen kennenlernen. Und unser kluger Slava kam sofort angehüpft und sagte, bitte kuscheln. Als die beiden dann aufbrechen wollten, stand er brav an der Tür mit seinem imaginären gepackten Köfferchen. Die beiden sonst wohl häufig eher garstigen Afghanen-Damen, die er dann auf der Straße traf, fanden ihn totschick (wie kann es auch anders sein bei einem König). Und so kam es, dass wir unseren heiligen Hund auf der Straße vermittelten - wir können uns nicht erinnern jemals einen ungebadeten Afghanen rausgegeben zu haben - peinlich.
Nach 24 Stunden lebte die Katze auch noch und bis auf eine Pfütze war alles gut. Mann bereits im Bett angeschmust - Slava ist einfach unwiderstehlich.
Hi Jungs, wir wünschen einen tollen Urlaub - wir sehen uns. Slava - das hast Du gut gemacht.

Und jetzt saß unser armer Jarik auf einmal ohne seinen besten Freund da - wir hatten ein ziemlich schlechtes Gewissen. Diesen juckte das allerdings recht wenig, er hatte sich nämlich in unsere nackige Sloughi-Schönheit verguckt. Wir kennen das ja schon, dass kastrierte Afghanen-Jungs bei entsprechender Animation durchaus den körperlichen Freuden nicht abgeneigt sind. Aber nachdem der Sloughi gefühlt dann 17 mal dran glauben mußte, wurden wir irgendwie misstrauisch. Wohlgemerkt Jarik lebt seit einem halben Jahr bei uns und bislang war so etwas nie aufgetreten - sexy Sloughi.
Also recherchierten wir: In dem Land aus dem Jarik kommt werden die Hunde so kastriert, dass auch kein Hodensack bleibt - allerding, das wußten wir zwar auch schon - gibt es Rüden mit Hoden in der Bauchhöhle. Der eine oder andere erinnert sich vielleicht noch, dass wir und beim Abscheren von Jarik sehr wunderten als wir am Ende ankamen, keine Hoden zu finden waren. Wir dachten, mal wieder etwas gelernt, es gibt auch Afghanen, bei denen sich die Kastration nicht so sehr beim Fell niederschlägt. Doch so im Laufe der Recherche kam immer häufiger der Gedanke, der Bub könnte ja unkastriert sein bzw. seine Hoden im Bauchraum haben. Es wird ja behauptet solche Tier seien nicht fruchtbar. Die Kombi Afghane gold mit Schattenmaske und Sloughi sand mit Schattenmaske gäbe ja immerhin lauter kurzhaarige Tiere in sand mit Schattenmaske. Aber: wir wollen ja alles nur keinen Nachwuchs. Also wurden wir bei unserem Tierarzt vorstellig und sorgten mit unserem Anliegen mal wieder für jede Menge Heiterkeit (als das Kastrationsimplantat erfunden wurden, waren wir damals laut Hersteller die ersten, die Rüden hatten, die immer noch konnten).
Also wurde Jarik geschallt. Und tatsächlich der Bub hat beide Hoden im Bauchraum und man könnte nun fast behaupten "Sex rettet Leben", einer der Hoden war nämlich mittlerweile größer als ein Tennisball. Das Schicksal hat es ja nun wirklich gut gemeint: Nicht auszudenken, wir hätten den Buben zu einer Afghanen-Hündin vermittelt.
Jedenfalls war heute die OP, dieJarik bislang gut überstand, entarteter und anderer Hoden entfernt.
Tja und unseren sexy Sloughi werden wir wohl schallen lassen müssen...das Ergebnis wird unter Privatsache verbucht, nur so viel es wird auf keinen Fall Slougaffs geben.
Manchmal erlebt man als Tierschützer mehr als einem lieb ist.
Und die Moral von der Geschicht': Rüden ohne Hoden sind im Zweifelsfall gar nicht kastriert!
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17.05.2017

Und wisst Ihr was, wir haben noch so einen putzigen Afghanen-Collie-Buben!
Butch der Bruder von Tessa und Champ, sucht ebenfalls eine eigene Familie.
Mit ein bißchen Training bringt auch er den Kaffee ans Bett.
Ne Scherz beiseite, auch er liebt seine Menschen nach anfänglicher Schüchternheit bis ans Ende der Welt. Wie es sich für einen Animal Horder Hund gehört ist er top auf andere Hunde sozialisiert, hüpft, singt und spielt.
Die Klugheit hat er vom Collie und die innere Ruhe vom Afghanen.
Bei aller Begeisterung - auch er braucht Menschen, die Zeit, Lust und Liebe haben, ihm unsere Welt zu zeigen.
Auch er wurde einst vom ortsansässigen Tierheim kastriert.

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