Zum Thema schon lange nicht mehr unbeliebt gemacht mussten wir im Facebook mal wieder die Klappe aufreissen und unseren Senf dazu geben und uns das hier von der Seele schreiben.
Anlass war das Foto eines toten Häschens, welches ein Windhund "erlegt" hatte und alle klickten "gefällt mir", fanden das toll, wunderbar, bravo, gut gemacht usw.
Wir aber hatten Mitleid mit dem armen Hasen. Ja, wir sind tierlieb und auch die Hasen haben ein Recht auf Leben.
Die eigentliche Frage aber war nun, ob man das Jagen und Töten einem Windhund beibringen muß oder nicht und da vertreten wir die Meinung, dass sie das im Blut haben, dafür sind sie gezüchtet worden, das ist ihr Instinkt.
Kurz: Es ist einfach ihr Job. Das muß man ihnen definitiv nicht beibringen. Auch ein Käfig-Windhund killt einen Hasen - wenn wir ihn lassen würden.
Im Grunde wundert uns nur eins, dass alle jippieh rufen während von uns KEIN MENSCH so einen "Sporthund" haben möchte, der einen außerordentlichen Jagdtrieb hat, oder der gar bereits ein Häschen oder eine Katze gekillt hat. Das ist Fakt. Niemand möchte so einen Hund haben - wo sind denn da die Jippieh-Rufer??
Jeder wünscht sich doch einen "Sofahund" - einen leinenlos laufenden Windhund, den man gefahrlos überall ableinen kann, der sich mit allen großen und kleinen Hunden verträgt und am liebsten auch noch mit Katzen oder freilaufenden Hühnern im Garten:-)
Und nun zur Realität.
Beispiel Whippet, vor Jahren hatten wir einen Whippet in Pflege, vermittelten ihn, er killte einen Hasen, kam zurück zu uns. Niemand wollte ihn. Wir konnten, wir werden auch nie die Vergangenheit unserer Hunde verschweigen, aber bei den dreieinhalb Interessenten, die sich für den sechs Jahre alten Whippet meldeten, gingen jedesmal die Lichter aus, wenn wir in unserer Erzählung an die Stelle mit dem Häschenmord kamen.
Beispiel Orientale, wir vermittelten einen wunderschönen Orientalen, er hat ein Schaf gerissen. Der Hund kam postwendend zurück. Niemand wollte ihn. Er blieb. Und was tat er? Er killte den Hasen vom Nachbarn, und letztens ein Huhn vom Bauernhof. Der Unterschied ist fatal.
Der Hasenmord geschah in Deutschland. Alle Welt, Amtsvet, Ordnungsamt, sogar die Hundestaffel (!) eilten herbei, riefen: MOOOOORD, gefährlicher Hund, Maulkorb, Leinenzwang, Geldstrafe!! Letztendlich ist es Gott sei Dank nur bei einer Geldstrafe geblieben... und bei dem Huhn - das war nicht in Deutschland - meinte der Besitzer trocken: DAS IST EIN HUND, das ist normal! Und hielt uns insgeheim für nicht ganz dicht, weil wir mit ner Flasche Wein und einem superkleinlauten Entschuldigungspalaver vor seiner Tür standen.
Beispiel Greyhound, wir holten einen Grey aus einem dt. Tierheim, der hatte zwei Westies auf dem Gewissen. Eigentlich brauchen wir nicht mehr weiter zu erzählen. Der Grey war unser Sammi und wurde bei uns 13 Jahre alt.
Was wir damit sagen möchten. Man handelt sich nur einen riesen Berg Ärger ein, wenn man einen Jagdhund hat und der seinen Job erledigt. Man muß dem Hund das Töten nicht beibringen.
So, ihr Lieben. Wo sind denn jetzt die Jippieh-Rufer? Wir hätten da noch ein paar nette Barsois im Angebot, die richtig schön jagen möchten, wenns geht auch kleine Hunde, denn ob Hase oder Windspiel... der Unterschied ist ja nicht allzu groß.
Sorry für unseren Sarkasmus :-)

