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16.12.2014

Auf unserer Facebookseite geht es oft ziemlich heiss her. Ok, jeder darf offen seine Meinung kund tun, wir leben schliesslich in einer Demokratie. Eins sollte aber bitte nicht vergessen werden:
Alle Schreiber befinden sich auf einer Seite eines Zusammenschlusses von Windhundliebhabern, welche sich zur Aufgabe gemacht haben, sich um Windhunde von fremden Menschen zu kümmern!

Der neueste Eintrag gab diese News zum Anlass. Jemand schreibt:
"Irgendwann muss aber auch "das erste Mal" sein. Oder wie kommen die Interessenten sonst zu ihrer Erfahrung?!"
Das wurde zigmal geliked :-)

Liebe Interessenten, es wäre nicht im Sinne einer ordentlichen Vermittlung, zB einen Afghanenrüde mit holpriger Vorgeschichte in die Hände eines Anfängers zu geben. Auch bekommen wir derzeit viele Anfragen für unseren Azawakh von Menschen, die noch nie in ihrem Leben einen Hund besassen.
Wir möchten sicherlich keine Experimente mit unseren Hunden machen! Windhundanfänger, das war, ist und bleibt unsere Meinung, sind am allerbesten mit einem Greyhound "bedient", wobei es auch da Unterschiede gibt. Ist der Grey ein ehemaliger Profiracer und wurde er auf seiner Pflegestelle bestens sozialisiert (kennt er also ein Haus von innen und, sehr wichtig: andere, kleinere, kläffende Hunde!), dann kann man dieses Wesen an einen blutigen Windhundanfänger, manchmal sogar einen mit Katzen (an dieser Stelle einen Gruss an unseren Dios) vermitteln.
Ging der Greyhound durch etliche Hände und sollte schliesslich eingeschläfert werden, eignet er sich selbstverständlich nicht für solche Menschen.

Grundsätzlich sind wir auch nicht begeistert von der Idee mancher Interessenten, sich zB mal eben einen Irish Wolfhound zu holen, weil er bei uns anstatt 1600 Euro nur 250 "kostet" und man "schon immer mal einen IW haben wollte".
Oder auch, weil man "etwas mit Fell" mag und es egal sei, ob es ein Afghane oder ein Barsoi ist. Schön auch, wenn man wegen einem Windhund kontaktiert wird, aber keinen möchte, der jagt oder einen ganz lieben, nicht bellenden Whippet haben möchte, der bis zu einem Jahr alt sein darf.

Eben, das hier ist kein Wunschkonzert, das hier ist harte Arbeit.
Fast alle unserer Hunde hatten mindestens einmal in ihrem Leben ein Zuhause. Eine Vorgeschichte. Sie bringen ihre ganz eigenen Erfahrungen mit uns Menschen mit. Die wenigsten eignen sich für Anfänger.

Es hat nichts mit Überheblichkeit zu tun, wenn wir die Anrufer an andere Vereine oder gar zu einem Züchter verweisen. Wir versuchen zu beraten. Manchmal gelingt es und wir bekommen ein Feedback von dankbaren Windhundeinsteigern, die sich ihren Traum zB vom Barsoi mithilfe eines Züchters erfüllt haben.
Oft aber stossen wir auf Unverständnis, weil der Mensch nun mal dazu neigt, alles persönlich zu nehmen.

Wir tun unsere Arbeit. So gut und verantwortungsvoll wie möglich.


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