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20.01.2013

Komische News, einfach mal das, was uns seit Auszug von Kissi und Fili durch den Kopf geht.

Der Job als Windhundhilfen-Pflegemama ist ein ganz besonderer.
Bei uns geht es oft ratzfatz, bis der Neue vor der Tür steht, bzw. ihn man irgendwo abholen muss. Meist hat man vorher kein Foto und erfährt nur vage Details über das bisherige Leben und das Wesen dessen Tieres, das man fortan ein Stück seines Weges begleitet. Wie lange dieser gemeinsame Weg ist, weiss vorher niemand. Bei manchen geht er bis zum Tod, nämlich dann, wenn es sich um einen Schützling handelt, der "schwer bis gar nicht vermittelbar" ist oder/und ganz besonders wenn er schon alt zu uns kommt.
Während wir zu Anfang der iWi immer die Meinung vertraten, dass sich für jeden Hund der passende Mensch findet, zeigte sich im Lauf der Jahre, dass dies etwas blauäugig gedacht war. Für ältere, kranke oder "andersartige" Windhunde ein neues Zuhause zu finden, ist eine sehr zähe bis unlösbare Aufgabe - aber genau solche Tiere machen doch Tierschutz aus!
Wenn man also iWi-Pflegemama werden möchte, sollte man sich im Klaren darüber sein, dass der eine oder andere Pflegehund "hängen" bleiben kann, sei es aufgrund der oben genannten Merkmale, sei es aufgrund spontaner Liebe!
Man sollte das Ganze aber gelassen angehen, denn nur solange man sagen kann, wenn diesen Hund niemand will, wenn sich kein passender Mensch dafür findet, kann er auch bleiben - nur so lange kann man bei uns Pflegemama/papa sein. Ohne Zugzwang, ohne Druck.

Ein paar Jahre Pflegemama und es haben sich mehrere Handycap-Hunde angesammelt, so dass man vom Großteil der Menschheit behandelt wird, als hätte man nicht mehr alle beisammen. Auch das muß an einem abperlen, genauso wie die angenagten Möbel, zerkratzte Türen, verpinkelten Böden und Wände... Man muß schon über ein sehr dickes Fell verfügen, um diesen Job ein paar Jahre auszuhalten.

Vom unglaublichen Umzug/Auszug unseres Liebespärchens Kissi und Fili berichten wir morgen, mit einem lachenden und einem weinenden Auge - jedenfalls sind wir glücklich über ihr neues Zuhause und das trotz drittem Stock in der Großstadt!

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