Manchmal setzt man sich nichtsahnend an den Computer, so auch gestern.
Eine "Windhundfreundin" hatte uns eine Email geschickt mit dem Hinweis, eine Whippet-Hündin säße im Tierheim, ob wir uns nicht mal kümmern könnten.
Wir mußten feststellen, daß die Whippetine ums Eck - in unserem Tierheim - sitzt und das mit einer ganz besonderen Geschichte.
Wir haben einfach mal den Text aus dem Tierheim kopiert:
"Meine Geschichte ist tragisch. Ich fang am besten gleich mit dem schlimmsten an. Gebissen habe ich, beim spielen soll ich mein Frauchen ganz böse ins Gesicht gebissen haben….
Die Tierheimleute können das kaum glauben, hier bin ich sanft wie ein Kätzchen. Ich bin zärtlich, liebesbedürftig und sehr vorsichtig.
Ich vertrage mich mit meinen Artgenossen würde aber lieber als Einzelhund bei euch einziehen.
Das Tierheim hat mich zwar gerettet, denn mein Besitzer hat mich nach der "Beiß- Attacke" übel verprügelt, ich kam mit lauter Blutergüssen und einem dicken Auge hier an. Das war wirklich schlimm… trotzdem möchte ich nicht hier bleiben...
Deshalb suche ich nun Menschen die mir vertrauen und mich bedingungslos lieben. Diese Liebe gebe ich dann dreifach zurück da könnt ihr euch sicher sein…
Kleine Kinder sollten keine bei euch wohnen… ist mir einfach zu hektisch…
Ach ja, ich habe natürlich typische Windhund-Eigenschaften, habe einen extremen Bewegungsdrang und einen leichten Jagdtrieb.
Damit solltet Ihr umgehen können. Stubenhocker oder Menschen die sich nicht gerne bewegen kommen für mich nicht in Frage!"
Nun ja, wir riefen dann mal beim Tierheim an, um Näheres herauszufinden. Nach anfänglicher Zurückhaltung ergab das Gespräch, daß Ayla die Schwester von unserer Anie ist, was zur Folge hatte, daß man uns ganz freundlich einlud, ins Tierheim zu kommen.
Um zwei standen wir dann auch dort auf der Matte. Die Kleine war noch in der Quarantänestation aufgrund von Platzmangel. Sehr freundlich und süß kam sie uns entgegen gehoppelt. "Gehoppelt"! Wir fragten, was es denn mit ihrer Hinterhand so auf sich hätte. Der Pfleger meinte, daß der Tierarzt gesagt habe, das sei rassespezifisch...., aber er wäre der Meinung, das wäre doch irgendwie komisch. Naja wir haben die Maus eingepackt und mit nach Hause genommen. Ein ganz lieber Dank an das Tierheim Stuttgart für das entgegen gebrachte Vertrauen und die freundliche Kooperation.
(Nebenbei bemerkt: während unseres 30minütigen Aufenthalts wurden allein zwei Hunde abgegeben. Die Mitarbeiter eines deutschen Tierheim haben einer sehr harten Alltag. Die Tierschutzarbeit wartet wirklich vor der eigenen Haustür.)
Ayla zeigt sich bei uns auch als eine sehr nette, verträgliche und v.a. verschmuste Hündin, aber ihr Hinterteil muß heute Mittag erst mal geröngt werden um eventuell herauszufinden, was da kaputt ist.
Wir werden berichten.




