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21.05.2011

Unser Wölfchen Mietz könnte jetzt auf Suche gehen...
Seine Pflegemama schreibt:

"Wir haben lange überlegt, wie wir die gesundheitlichen Probleme unseres Wölfchens Mietz so beschreiben können, damit sich jeder vorstellen kann, was er zu einem glücklichen und geborgenen Leben braucht.

Wir denken, so geht es am besten:

Mietz braucht einen möglichst ebenerdigen Zugang vom Haus in den Garten, weil er eine dauerhafte zentrale Koordinationsstörung hat, die besonders die Hinterhand ( re > li ) und das Vorderbein re betrifft. Die zeigt sich in einem wechselnd ausgeprägten schwankenden Gang, Trittunsicherheit und Unkoordiniertheit mit begleitender Muskelschwäche der Hinterhand. Ein bis zwei flache breite Stufen können aber überwunden werden. An schlechten Tagen kann seine Koordinationsstörung so ausgeprägt sein, dass er im Stehen mit der Hinterhand ab- und umsinkt.
Die meiste Zeit bewegt er sich im Schritt vorwärts, er kann auch antraben und zweimal ist er sogar mal angaloppiert.

Mietz braucht einen Pfotenschutz an beiden Hinterbeinen, weil er teilweise seine Hinterpfoten aufgrund der Koordinationsstörung nicht ganz vorführen kann und sich dementsprechend die Krallen bis aufs Leben abschleifen.

Mietz braucht einen geregelten Tagesablauf mit möglichst immer gleichen Abläufen, an denen er sich orientieren kann. Eine unruhige, wechselnde Umgebung macht ihm immensen Stress und er wird extrem unsicher, orientierungslos und ängstlich. Auch Spaziergänge sind aufgrund der bisher genannten Probleme nicht möglich und sicherlich auch nicht sinnvoll.

Mietz braucht drei Mahlzeiten Rohkost am Tag (gibt's als Fertigmenü zum bestellen), weil er eine Pankreasinsuffizienz hat. Eine Stunde vor jeder Mahlzeit müssen ihm zwei Tabletten mit Pankreatin verabreicht werden, damit er dann das Fett und die Nährstoffe seiner Mahlzeit verdauen kann. Wird die Ernährung geändert oder die Tabletten vergessen, sind sofort massive Durchfälle die Folge.

Mietz braucht abends drei Tabletten Anti-Epileptika, weil er Krampfanfälle hat. Im Augenblick sind wir noch mit der optimalen Einstellung beschäftigt.

Mietz braucht komtinuierliche Aufsicht zum einen aufgrund seiner Epilepsie und zum anderen, weil er z.B. nicht wahrnimmt, dass er überhitzt, wenn er zu lange in der Sonne liegt oder dass er auskühlt, wenn er zu lange in der Kälte liegt.

Die Medikamentenkosten von Mietz belaufen sich im Augenblick auf ca. € 100,- im Monat.

Mietz ist kurz gesagt - ein körperlich und geistig behinderter Hund. Er ist aber das liebenswerteste, schmusigste und gutmütigste Pflegewölfchen, was wir bisher gehabt haben.

Wir wünschen uns für ihn Menschen, die ihn auf seinem weiteren Weg gelassen, ruhig und besonnen begleiten und ihm mit unendlich viel Liebe und Verständnis begegnen - und die natürlich ländlich und nicht zu beengt wohnen.
Hier sind nun die echten, abgehärteten Irish-Wolfhound-Liebhaber gefragt... "



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