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18.03.2010

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Eben sind wir mit Sparky und Berte zurück aus der Tierklinik.
Während man bei Sparky noch einen eiternden Backenzahn ziehen mußte (ihm also nun insgesamt 14 Zähnchen fehlen), kam Berte erstmal glimpflicher davon, wobei uns Zähne rauseißen lieber gewesen wäre als das...

Haben wir einen jungen IW auf der Seite, wobei wir mit jung bis ca. zwei Jahre meinen, steht unser Telefon nicht mehr still. Wir werden zu allen möglichen und unmöglichen Zeiten angerufen, Sonntagmorgens um sechs, Abends um elf, da kennt der echte IW-Interessent kein Pardon.
Schlechter sieht es da bei älteren Wölfchen aus, die das vierte oder gar fünfte Lebensjahr überschritten haben und noch weniger Menschen sind bereit, sich für einen alten IW ab ca. sieben Jahren zu begeistern.
Ganz mies aber stehen die Chancen für einen Kranken. Wir behaupten immer, der IW ist der mit Abstand teuerste (Wind-)Hund überhaupt.
Und schon sind wir wieder beim Thema.

Berte wurde heute komplett durchgecheckt und das war richtig anstrengend. Auf die Waage... wollte er nicht so richtig, aber mit Hilfe gings, wir schätzten ihn auf 70 kg. Das haute genau hin. Beim Röntgen wurde es schon schwieriger, zwei erw. Männer und "Frau iWi" hievten den zappelnden Berte auf den Röntgentisch, drei Fotos, Hüfte, Knie, Sprunggelenk. Jedesmal Positionswechsel, jedesmal schwitzen, dass der Kerl auch da oben bleibt.
Das Ergebnis ist überraschend gut. Eine beginnende Spondylose, nicht ausgeprägt bisher, am Sprunggelenk evtl. eine Zerrung, Phen-Pred als Mittel der Wahl plus eine Cortisonspritze vorab.
Da uns Berte die paar Tage, die er bei uns ist, besonders ruhig und fast schon phlegmatisch vorkam und wir ihn instinktiv (GOTT SEI DANK!) nicht zum Spaziergang mitnahmen, liesen wir sein Herz checken. Das Ergebnis ist ziemlich niederschmetternd.
Damit es nicht wieder heißt, wir würden übertreiben, hier die Zusammenstellung seiner Medis:
Vetmedin 5mg 6 Stück, Atenolol 25 1 Stück, Enatalab 20mg, 1,5 Stück - täglich.
Jeder, der sich nun mit herzkranken Hunden etwas auskennt, kann selbst nachrechnen, das macht im Monat 120,- Euro.
Zustand kann sich natürlich verschlimmern, verbessern tut er sich nicht mehr und alt wird Berte mit Sicherheit mit so einem Herzen auch nicht.
Will heißen, wir freuen uns riesig, wenn jemand, der einem IW ein geeignetes Zuhause bieten kann, sich für Berte meldet.

Auch freuen wir uns über liebe Spender, die Berte, solange er bei uns ist, als Patenhund unterstützen möchten, denn 120 Euro in 4 Wochen ist für unsere derzeit arg gebeutelte Kasse eine ganze Menge Geld.

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