Gestern Abend hat uns der Besitzer von Nele angerufen.
Es war ein längeres, ruhiges Gespräch zwischen zwei erwachsenen Menschen, jeder nahm sich Zeit, sich vom anderen etwas erklären zu lassen. Wir, warum wir die neuen Adressen weitergeben und unsere Leute anhalten, sich bei Vorbesitzer und Züchter kurz zu melden und Neles Besitzer, warum er sich persönlich angegriffen fühlte.
Hier nochmal ganz klar:
Unser Aufruf, Nele zu finden, sollte beileibe nicht Neles jetzigen Besitzer anklagen, es schien für uns der letzte Weg, einen ehemaligen Pflegling nicht aus den Augen zu verlieren.
Die Vorgehensweise bei Neles Weitergabe, keine Infos an den für sie verantwortlichen Verein zu geben - für uns ein Rätsel.
Es ist sehr schade und traurig, wenn man Tierschützern nicht mehr vertrauen kann - wem soll man dann noch vertrauen können?
Dass wir "unsere" Hunde ein Leben lang betreuen und uns für sie verantwortlich fühlen, heißt nicht, dass wir den neuen Besitzern ständig im Nacken sitzen. Wir freuen uns, wenn wir von ihnen ein- zweimal im Jahr etwas hören, sei es ein Anruf oder eine E-Mail mit ein paar Bildern. Für die meisten unserer Windi-Besitzer ist dies das Normalste der Welt, wer sich nicht "freiwillig" gemeldet hat, wird dann eben mal angerufen.
Die eigentliche Arbeit beginnt erst nach einer Vermittlung, nämlich dann, wenn Fragen oder Probleme auftauchen.
Wir haben uns sehr gefreut, dass Neles Besitzer den ersten Schritt gemacht hat. Vielleicht macht er auch noch einen zweiten, wir hoffen es sehr. Auf jeden Fall wünschen wir Nele nur das Beste.
Danke für Ihren Anruf!
Zum Schluss verraten wir noch ein Geheimnis, ja, wir geben es zu, wir stapeln wirklich...

und gerne und immer wieder anders;-)

