06.06.2008
Von einer Tierschützerin haben wir folgende E-Mail erhalten, es geht darin um die Schließung einer Auffangstation für Hunde in Spanien:
"Der Artikel handelt von der Räumungsklage, die gegen Mariangeles erhoben wurde und sie zwingt, das u.a. von Spenden finanzierte Auffangelände neben
ihrer Firma zu räumen.
Die Zeitung von Extremadura berichtet am 3.6. folgendes:
"ACAN muss am 5. Juli sein Auffanglager für Hunde auf behördliche Anordnung schließen. Der Vorstand von ACAN weigert sich und wendet sich an den
Volksverteidiger (wohl sowas wie ein Petitionsausschuss) um Unterstützung.
Der Tierschutzverband hat bisher über 1500 Hunde gerettet."
In den letzten 3 Jahren wurden mehr als 1500 Hunde davor gerettet, in der gemeindlichen Perrera getötet zu werden. "Allein im letzten Jahr habe ich über 600 Hunde gerettet". Angeles Gomez war es leid, jeden Donnerstag mitansehen zu müssen, wie die ausgesetzten Hunde über den "Todesweg" umgebracht werden. Deshalb hat sie sich entschlossen, sie auf ihrem eigenen Gelände an der Carretera de Valverde unterzubringen, wo sie sie versorgt, bis sie eine Adoptivfamilie gefunden haben. "Nicht ohne vorher an die
Stadtverwaltung 20 Euro pro Hund zu bezahlen und die Hunde vorschriftsmäßig zu impfen", erklärt sie.
Trotzdem hat der Friede für Hunde und Angeles nun ein Ende. Es hat sie eine Benachrichtigung der Stadtverwaltung erreicht, dass die Einrichtung geschlossen wird und die Frist 40 Tage beträgt, um bis zum 5. Juli alles zu räumen. Dies hat die Vorsitzende von ACAN sehr beunruhigt, die nun die Verwaltung wegen "Missbrauch der Autorität" verklagen will und wenn nötig bis zum Petitionsausschuss gehen will.
Sie erklärt: "Man fordert mich auf, die Auffangstation zu räumen und meine Aktivitäten einzustellen, obwohl mich das tausende von Euros kostet jedes Jahr und der Report von Seprona positiv ausfiel. Die Stadtverwaltung weiß um unsere Arbeit und gibt trotzdem der Klage eines Herrn nach, der angibt, dass
die Hunde stören, was nicht richtig ist. Angeles sagt, wenn tatsächlich ein Hund stört, wird er unverzüglich nach Elvas gebracht, wo bereits 14 untergebracht sind. Auf dem Grundstück von Valverde sind 10 Hunde untergebracht.
Die Präsidentin von ACAN hat gestern gestanden, dass sie fast das Handtuch geworfen hätte wegen des grundlosen Räumungsbefehls der Verwaltung. "Wir wollen nur den Hunden helfen, eine Familie zu finden, bei der sie leben können. Außerdem gehen wir jedes Wochenende in die Perrera, um die Hunde dort zu versorgen."
Vergangenen Freitag hat Angeles zusammen mit anderen ACAN-Mitgliedern 33 Hunde im eigenen Transporter nach Deutschland gebracht, um sie ihren
Adoptanten zu übergeben. Eine uneigennützige Arbeit, die bisher, so Angeles, stillschweigend gemacht wurde. ACAN bringt Hunde in Länder wie Deutschland, Holland oder Frankreich, um so zu verhindern, dass sie in der Perrera umgebracht werden.
Die Grundlage für diese Hingabe an die verlassenen Hunde liegt in ihrer eigenen Erfahrung. "Ich hatte eine blinde Hündin, die mir verloren gegangen war. Eine Tierärztin hat die Entscheidung getroffen, sie zu töten, obwohl meine Hündin gechipt war und identifiziert werden konnte. Da wurde mir klar, was mit ausgesetzten Hunden passiert, die oft keinen Mikrochip haben.
Deshalb tue ich, was ich tue, im Gedenken an meine kleine Hündin."
Angeles Gomez, die eine Firma für Büroartikel leitet, versichert, dass sie den Rückhalt und die Unterstützung anderer Tierschutzorganisationen hat.
"Ich bin 55 Jahre alt, klar im Kopf und weiß, was ich tue. Gestern, am
Sonntag, war ich zuletzt in der Perrera, weil die Verantwortlichen am Wochenende nicht hingehen."
----------------------------------------
Diejenigen, die Angeles unterstützen wollen, haben noch bis diesen Sonntag Gelegenheit dazu.
Auf der Website der ACAN, ihrer Tierschutzorganisation, gibt es einen blauen Link
Marieangeles
FIRMAS CONTRA EL DESALOJO DE SUS ANIMALES AYUDENOS (Unterschriten gegen die Räumungsklage der Tiere - Hilf uns)
Klickt man auf diesen Link, erscheint eine Maske, in die man bei Nombre y
Apellidos - seinen Namen eingibt, es geht auch einfach das Land oder der Ort, z.B. Alemania und dann noch Comentario, also einen Kommentar abgeben kann.
Das Einfachste ist: NO al desalojo (Nein zur Räumung), Oder die Übersetzung des Textes der Petition:
"Ich weiß wie sehr Angeles den ausgesetzten Tieren von Badajoz hilft und bin mit dem Vorgehen der Stadtverwaltung von Badajoz und der Räumungsanordnung nicht einverstanden."
Oder auch jeder andere Kommentar in Spanisch oder Englisch.
Bitte helft mit, dass möglichst viele Unterschriften gesammelt werden können!
Am Sonntag will Angeles alles ausdrucken, um die Kommentare nächste Woche persönlich dem Bürgermeister zu übergeben.
--------------------------
Ich bitte um eure Unterstützung für Angeles!"
