11.01.2014
Im Tierschutz passiert es relativ häufig, daß man einen Hund abgegeben bekommt und sich in der Folge bislang unerkannte Krankheiten zeigen. Das ist zwar lästig, aber gehört dazu.
Allerdings hatten wir bislang noch nicht folgenden Fall:
Unser Afghane Sidney wurde uns mit einer Augenerkrankungsdiagnose abgeliefert, die unwiederbringlich zur Blindheit führt. Wenn man sein Alter von 4,5 Jahren anschaut, mußten wir davon ausgehen, daß er maximal noch Schatten sieht.
Zugegebenermaßen sind wir keine Experten für das Verhalten von blinden Hunden und dachten uns, daß Sidney wohl ein ganz Kluger ist und sich trotz mangelnder Sehkraft gut orientieren kann.
Unser Haustierarzt meinte allerdings, der Bub kann gucken.
Naja dachten wir, er ist kein Augenspezialist, woher soll der das wissen.
Nun waren wir am Donnerstag bei einem Spezialisten, der einer Forschungsgruppe angeschlossen ist, zu der man nur mit Spezialausbildung gehören kann.
Ergebnis: Unser Sidney kann einwandfrei gucken!!!
Wir freuen uns riesig, sahen wir doch schon jede Menge Probleme auf uns zu kommen, was seine Vermittlung angeht. Schließlich gibt es relativ wenig Menschen, die bereit sind einen blinden Hund zu übernehmen.
Wir werden nun versuchen, ihn noch etwas zu erziehen, damit der nächste Besitzer es etwas einfacher mit ihm hat.