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30.12.2013

Wir müssen ja noch vom etwas holprigen Umzug unseres kleinen Barsois Gilov berichten.
Jetzt werden wir ihn auch offiziell umbenennen, was wir damals sofort nach seiner Ankunft bei uns gemacht haben. Er hörte nicht auf Gilov, diesen Namen kann man schlecht rufen, in Lindau war Miro-Ausstellung und seither heißt der kleine Kerl Miro.
Nun zu seinem Frauchen.
Die liebe Ruth, der unser Galgo James verstorben war und die immer Barsois um sich hatte, jetzt aber "nur" noch zwei ältere Mischlinge und eine junge Kangalhündin... Anlass vieler, ihren Unmut über die Kombination "schüchterner Barsoi geht zu kampflustigem Kangal" in unserem Gästebuch auszuleben.
Gilov-Miro war und blieb trotzdem reserviert;-)
Dann eine Lebensänderung bei Ruth und sie verzichtete schweren Herzens auf einen neuen Hund im Rudel.
Gilov-Miro war wieder zu haben. Aber niemand hatte Interesse.
Miro war nicht ängstlich anderen Hunden gegenüber, vor Menschen hatte er Angst, er war handscheu und lies sich erst Wochen später von seiner Pflegemama richtig kuscheln, er lernte es zu geniessen, warf sich zum Schlafen am Liebsten auf den Rücken und blieb zuletzt auch so liegen, wenn ein bekannter Mensch an ihm vorbei ging. Dann kam ein junger Pflege-Afghanenrüde in sein Rudel und Miro spielte wie verrückt, schon morgens um halb sieben ging die wilde Hatz durch den Garten los, herrlich.
Kurz: Miro fühlte sich pudelwohl bei uns und dachte sicher, er kann bleiben...
Dann eine vorsichtige Mail von Ruth, alles anders, ob Miro schon jemanden gefunden hätte und ob wir ihr Miro immer noch geben würden. (Was für eine Frage!)
Gilov-Miro war erneut reserviert.
Wieder für Ruth, die einzig in Frage kommende Interessentin.
Dann kam der große Tag, Ruth war im Anflug, wollte noch kurz volltanken und war so aufgeregt, dass sie den falschen Zapfhahn erwischte und anstatt Diesel Superbenzin einfüllte. Sie hatte extra einen feinen Zwetschgenkuchen im Gepäck - und trotzdem mußte sie ohne Miro nach Hause, denn sie mußte ja mit dem Zug fahren.
Ein paar Tage später holten wir sie wieder am Bahnhof ab, Miro begrüsste sie ganz vorsichtig am Esstisch sitzend. Schlußendlich aber mußten wir ihn unter der Bank im Esszimmer an den Vorderläufen heraus ziehen, er hatte sich bis ins letzte Eck verkrochen und wollte nicht herauskommen. Wir packten ihn in eine Transportbox, er wehrte sich mit allem - nur nicht mit den Zähnen, das würde Miro niemals tun. Es half nichts, er mußte da rein und kaum war die Tür zu, kauerte er sich hin und ergab sich seinem Schicksal. Uns wurde es kurzzeitig regelrecht schlecht. Da pflegt und päppelt man einen Hund über Monate, lernt ihn kennen, lieben, er vertraut einem Tag für Tag ein kleines Stückchen mehr, zuletzt kann er sogar grinsen. Und dann wird er verschnürt und weggebracht. PUAH.
Was fühlten wir uns mies;-(

Zu unser aller "Beruhigung" haben wir hier ein paar Fotos aus seinem neuen Zuhause beigefügt, die sind zwar vom Sommer, aber wir finden, bei Ruth ist Miro in einem echten Paradies gelandet. Die Villa Kunterbunt fällt uns bei den Bildern spontan ein.
Miro ist noch scheu seinem neuen Frauchen gegenüber, aber lange nicht mehr so wie er Anfangs bei uns war.
Alles wird gut und irgendwann werden wir euch besuchen, frühestens aber 2015.
Liebe Ruth, alles, alles Liebe dir und Miro!



noch bei uns...




bei Ruth...



... Fotos von der Villa Kunterbunt;-)






da ist noch James, unser Galgo, mit drauf.