Ein sehr schöne Geschichte von einem Hauselfen bekamen wir heute von Petra und Hans geschickt.
Vielen herzlichen Dank!

"Vor nun fast 10 Monaten erhielten wir den Anruf, möchtet Ihr drei Salukis aus einem Shelter aus Kuwait bei Euch aufnehmen??? Einen Moment war es dann still am Telefon…. Urgs…. Gleich drei dachten wir! Zugleich schossen uns viele Bilder durch den Kopf, Hunde die fast wild sind, keine Erziehung genießen durften, vielleicht nicht nett zu unseren Hunden sind, vielleicht auf dem Tisch stehen um einen besseren Überblick zu haben, total ausgehungert alles zu klauen was nicht mit einem großem Vorhängeschloss gesichert ist, die Nächte im Garten zu verbringen, weil sich die drei entschlossen haben im Freien zu übernachten, vielleicht noch mehr Putzeimer kaufen zu müssen um in jedem Zimmer einen samt Wischmopp zu postieren, einen Werbevertrag mit einer Reinigungsmittel Firma abzuschließen, zerstörte Sofas, zerrissene Sessel…! Und gleichzeitig höre ich mich am Telefon sagen, JA, natürlich tun wir das! Wir freuen uns auf die drei „ Sandmännchen“ alle drei sandfarben und nur Sand gewohnt. Sicher eine Herausforderung für Mensch und Hund aber wir wollten es angehen!
Wir konnten es vor Spannung kaum erwarten bis der Wagen vorfuhr der die drei zu uns brachte. Alles gut vorbereitet, neue übergroße dicke Kissen fürs kuscheln zu dritt wurden genäht und im Garten und im Haus postiert. So zogen sie bei uns ein. Für den ersten Moment war alles sehr ungewohnt, Hunde die kein Körbchen kannten, nur am Boden liegen und einfach nur freundlich sind. Schnell haben wir umgedacht und alle Teppiche zusammengesucht, das fanden sie sehr fein. Einer der drei war bei der Ankunft sehr, sagen wir einfach aufgeregt, er knurrte alles an und war total außer sich, bellte erbost und verstand die Welt nicht mehr. Na herzlichen Glückwunsch! .. dachten wir uns so. Alle Beteiligten der Rettung der drei machten sich nach einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen wieder auf den Heimweg, nun waren wir alleine, alleine mit einem völlig verstörtem Hund und zwei die am Boden klebten und sich ebenfalls fürchteten. Was tun, überlegten wir, bis wir uns sicher waren einfach gar nichts zu tun und unser Leben einfach weiter zu leben. Kiwi und Ghalia tauten noch in der ersten Stunde auf und erkundeten den Garten. Gut so! Wir suchten den total verstörten Michael, wie kann man als Hund schon Michael heißen? Mmh…..Michael saß im Gartenstuhl wie ein König! Mittlerweile hatte er sich auch etwas beruhigt. Nach 5 Minuten wieder nachschauen…. Michael war weg, den ganzen Garten haben wir abgesucht, kein Michael mehr da! Oh Gott, wo war der hin? Tja, wir fanden ihn, völlig überrascht auf dem Sofa thronend im Wohnzimmer und immer mit dem Schwänzchen wedelnd, wirklich, wir hatten Angst er fliegt uns davon!
Michael schlief fast eine Woche komplett durch, wir machten uns schon Sorgen, aber da er zum Essen immer pünktlich erschien, ließen wir ihn einfach sein Trauma ausschlafen. Kiwi und Ghalia sind schon lange ausgezogen und fühlen sich bei ihren neuen Besitzern sehr wohl. Michael bekam schnell den Namen Dobbie, nach Harry Potter, er ist einfach ein kleiner Kobold, dem sich nur wenige Menschen entziehen können. Nun besitzen wir einen ganz wundervollen Hauselfen, den wir nie mehr missen möchten. Er schläft seit der ersten Nacht in unserem Bett, ganz eng an uns gekuschelt. Wir haben nur ein großes Problem, einem Hauselfen darf man niemals Kleidung schenken. Aber an diesem Problem arbeiten wir noch und wir werden es auch lösen ;-)! In diesem Sinne, helfen auch Sie einem Tier, vielleicht ist auch Ihr Hauself dabei!"