14.09.2011
Es kommt immer wieder vor, daß sich Menschen bei uns melden, sie würden gerne Pflegestelle werden. Wir erzählen dann immer alles Mögliche über Bedingungen und Vorstellungen etc. und ganz am Schluß merken wir an, daß es auch sein kann, daß ein Hund nicht vermittelt werden kann. Spätestens dann "schlucken" die meisten potetiellen Pflegstelleninteressenten und gehen nochmals ganz tief in sich.
Vor zwei Jahren wurden wir angefragt, ob wir einige französische Chart Polskis aufnehmen könnten. Da wir jemanden hatten, der sich als Pflegestelle für CPs angeboten hatte, übernahmen wir Cud und Cetka, wiesen unsere Pflegemama aber nochmals daraufhin, daß es sein könnte, daß die Tiere eher unvermittelbar seien. "Na und wenn schon, dann bleiben sie eben! Da reden wir dann in zwei Jahren nochmals." Wir waren etwas überrascht von der Antwort, weil besagte Mama kein "Vielhundehalter" ist.
Die beiden CPs stellten sich als nicht sozialisiert und äußerst schwierig dar. Die Pflegemama sah es gelassen. Mehr nebenher meldete sich nach einigen Monaten ein Paar, das sich für einen der beiden interessierte. Wir reichten diese aufgrund Zeitmangel lediglich an die Pflegemama weiter und sagten "schau sie Dir an, Du hast ja auch jede Menge Vermittlungserfarung." Das Pärchen war ein Volltreffer und unser Cud bezog sein Zuhause und trotz aller Schwierigkeiten, sind die beiden Menschen absolut begeistert von dem großen Buben.
Cetka war wesentlich komplizierter als Cud, er hat v.a. Probleme mit Männern, die werden im Zweifelsfall angegangen und auch bei fremden Hunden läßt sein Verhalten zu wünschen übrig. Wir waren etwas ratlos, da solch ein Hund in der falschen Hand auch gefährlich sein kann. Die Pflegemama übte unbeirrt weiter und war immer begeistert von ihrem Cetka. Sie war lediglich der Meinung, daß er eher auf einen Einzelplatz gehöre als zu ihren drei großen Hunden.
Nun stellte sich zusätzlich heraus, daß unser Cetka eine Hautkrankheit hat, die leider bislang nicht identifiziert werden konnte. Pflegemama Kathrin hatte nun die "Faxen dicke" und sagte "schick mir den Schutzvertrag, Cetka bleibt nun hier, er scheint wohl für mich gedacht zu sein." Das ist konsequenter und verantwortungsvoller Tierschutz. Auch wenn unsere Pflegemama nun keine Pflegemama mehr ist, sind wir dankbar und froh sie in unseren Reihen zu haben. Wir wünschen Cetka alles Gute und daß er schnell wieder gesund wird!
Bei anderen Windhunden gestaltet sich die Vermittlung wesentlich weniger zeitintensiv und kurzfristig.
So war es gar nicht notwendig die Afghanen-Hündin Luna hier mit Bild und Text vorzustellen. Wie auch bei Umah bezirzte sie das männliche Geschlecht mit ihrer Schönheit und lebt nun bei einem Afghanen-Freak mit Haus und Garten - Bettplatz garantiert.
Auch die blaue Afghanen-Hündin Zelda bleibt unbebildert, denn sie nimmt nun den Platz unseres verstorbenen Maurice ein. Anfangs waren ihre neuen Menschen eher zögerlich, da sie eigentlich lieber einen Rüden gehabt hätten. Als sich aber zeigte, daß unsere Zelda ein Bonsai-Maurice war, sprang sofort der Funke über. Zeldas Familie mußte nun nach einigen Tagen auch feststellen, "also unser Maurice war ja schon ein ganz Schlauer, aber Zelda übertriffft ihn bei weitem. Das liegt wohl am Geschlecht :)))"
Wir wünschen den beiden hübschen Mädels eine schöne Zeit mit ihren Familien.