29.01.2011
Zwergi wird demnächst umziehen, seine Kaffeetante war höchst angetan vom Besuch in seinem zukünftigen Zuhause, alles passt und wir freuen uns für den "Kleinen".
Zwergi ist ein Barsoi für Anfänger, d.h. man muß für ihn nicht unbedingt Barsoi-Erfahrung haben. Die ist allerdings unabdingbar für Hunde wie Anton, Brösel oder Bini.
Dieses Thema beschäftigt uns ständig, vielleicht hift es, wenn wir hier nochmal unsere Vorgehensweise bei den Vermittlungen "nicht ganz einfacher" Windhunde darlegen, wobei wir nicht nur manchen Barsoi damit meinen.
Oftmals stossen wir mit unserer Einschätzung auf Unverständnis, werden beschimpft, wenn wir Bedenken äußern, der Hund wäre nicht der Geeignete, wenn wir einen anderen vorschlagen.
Der am meisten geäußerte Satz ist dann:" Aber irgendwann muß doch jeder mal mit der Rasse anfangen!"
Das stimmt. Am Besten nämlich mit einem Welpen, man lernt die Rasse von Grund auf kennen, die Problematik der Erziehung, des schnellen Wachstums, der Ernährung usw. Und vor Allem: Der Welpe hat keine Vergangenheit.
Die Hunde, die wir vermitteln, befinden sich meistens auf unseren Pflegestellen. Das hat den Vorteil, dass wir sie gut einschätzen können. Rüdenunverträglichkeit, Rudelunverträglichkeit, Unsauberkeit, Alte, Kranke; egal, was kommt, die Schützlinge werden von uns aufgenommen. Bei manchem verläuft die Integration ins Rudel problemlos, bei manchem braucht es ein paar Tage, bei manchem wochen- oder gar monatelange Führungsqualität bzw. bei Hunden wie z.B. Azawakh T´Ramses oder Barsoi Anton wird solche tagtäglich gefordert.
Wir hoffen, wir haben ein wenig zum Nachdenken angeregt, vor Allem aber hoffen wir, dass sich auch für o.g. Pflegehunde eines Tages der Richtige Mensch finden wird.
Aber egal, wie lange es dauern wird, wir machen keine Experimente mit den uns anvertrauten Schätzen.