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13.08.2008

Die Windhundhilfe in der Presse...



Die NRZ (Autor: Dennis Erben) hat einen sehr netten Bericht über unsere Pflegestelle Langenfeld veröffentlicht - herzlichen Dank!

Wenn man von einer Pflegestation für Hunde hört, denkt man meist an eine Einrichtung mit Gittern und Zwingern und assoziiert tierischen Geruch, Gebell und Lärm. Anders ist es jedoch, wenn man den Hof von Karin und Oliver Höflich in Reusrath betritt. Das Künstler-Ehepaar ist 2003 "auf den Hund gekommen" und betreibt zudem seit nun drei Jahren ehrenamtlich eine Pflegestation für Windhunde. "Das es ausgerechnet Windhunde wurden, war dabei reiner Zufall", erzählt Karin Höflich, "wir wussten anfangs wenig über diese Rasse."
So zufällig wie sie über eine Annonce zu ihrer ersten Windhündin Ronja gekommen sind, so schicksalhaft kam auch die Verbindung zu der Initiative Windhundhilfe zustande, die als europaweites Netzwerk zum Schutz der Windhunde agiert. Dabei geht es nicht nur darum, die Tiere vor unwürdiger Haltung zu bewahren. Vor allem sollen die Hunde in liebevolle Hände vermittelt werden und ein zu Hause finden, dass ihnen gerecht ist und in dem sie sich wohl fühlen. "Es geht nicht darum, die Hunde einfach wieder irgendwo unterzubringen", so Oliver Höflich, "und nach einiger Zeit dann wieder zurückzubekommen."
Die Tiere müssen auch 'mal alles geben
Speziell an Auslauf sollte es den Hunden nicht mangeln. "Denn Windhunde brauchen die Möglichkeit, 'mal richtig zu sprinten und alles zu geben", berichten die Hundeliebhaber, "ein bißchen neben dem Fahrrad zu laufen reicht ihnen da nicht aus." Deshalb gehen Karin und Oliver Höflich auch regelmäßig am Wochenende auf die Rennbahn nach Erkrath. Hier können die Windhunde in Windgeschwindigkeit den "Hasen" im Kreis hetzen.
Doch die 16 verschiedenen Rassen unterschiedlichster Größe, Behaarung und Ausmaße, sind anders als andere Rudeltiere. Die Vierbeiner lassen sich nicht dressieren und setzen gerne auch mal ihren eigenen Kopf durch. Die Gemeinschaft in der Gruppe ist dabei ebenso von Bedeutung. Der elfjährige Afghane Dschengis hat dabei das Sagen im Rudel der Reusrather. Der Kleinste in der Gruppe, der italienische Windspiel Arthos, hat zwar manchmal Mühe sich gegen die Großen durchzusetzen, ist aber genauso verschmust wie die hüftgroße Afghanin Lana. Doch auch bei ihnen war das nicht immer so.
Hinter jeder Schnauze steckt eine Lebensgeschichte und ein Schicksal. Denn die momentan sieben Pflegehunde, die wie eine Familie in Haus und Garten mit ihren "Pflegeeltern" zusammenleben, hatten es nicht immer so schön im Leben. Der große Afghane Orpheus zum Beispiel war sehr verängstigt als er auf den Hof in Langenfeld kam und erst nach einiger Zeit fand er Vertrauen zu Menschen.