Afghanen-Hündin: IVA

Afghanen-Hündin: IVA

28.08.2013

Heute bekamen wir tolle Urlaubsfotos von unserer IVA – jetzt Eiwa, die mit ihrer Pflegefamilie im Urlaub am Meer war.
Ihre Pflegemama Karin schrieb uns dazu diesen langen Brief:


„Als ich vor einigen Wochen in meinem manchmal noch aufblitzenden jugendlichen Leichtsinn - vielleicht war es auch ein Anfall geistiger Umnachtung - auf der Jahreshauptversammlung in Offenbach ein geschorenes Afghanenmädchen an die Leine nahm, und meinte: „natürlich nehm´ ich die in Pflege”, hatte ich den durchaus löblichen Vorsatz, dieses Mal klappt es ganz bestimmt - ich werde meinem Vorsatz treu bleiben, die Kleine in das Alltagsleben einführen und wenn sie dann soweit ist, an Menschen weitergeben, die auf genau dieses Mädchen gewartet haben. Dann werde ich sie an die Leine machen und stolz wie Harry sein, wenn die neuen Menschen sie mitnehmen, sich immer mal wieder melden und mir sagen, wie sehr sie zueinander passen : Eiwa, meine ehemalige Pflegemaus und ihre neuen Menschen.
Soweit so gut: Mäuschen ins Auto, alle Ratschläge angehört und 1000 Mal versichert: Doch ich kann das jetzt, natürlich werde ich das Mädchen wieder hergeben.
Tja, und nun sind etwa 5 Monate vergangen, wir hatten eine Anfrage, und nach all den Erlebnissen während dieser Zeit, steht nun fest, ich bin ein absoluter „Pflegestellenversager”…
Wie könnte ich dieses Mädchen wieder abgeben? … dieses Mädchen , dass ich beim ersten kurzen durch die Stadt gehen, kaum halten konnte - und ich bin einiges an ziehenden Hunden gewöhnt, deren Blick mir sagte, ich seh´ dich nicht und überhaupt ist es mir völlig egal, ob man sich auch beruhigen kann, ich will nur weg, wohin ist mir egal. Dieses kleine Geschöpf, dass also nur auf der Flucht war, und in mir wieder hervorgekramt hat, was ich in der Vergangenheit kaum mehr brauchte, nämlich Ruhe, Gelassenheit und Durchhaltevermögen , dass inzwischen mit im Urlaub war, dort die Freiheit sogar ohne Leine genießen durfte, und kaum mehr eine Idee daran verschwendet, dass man andere Wege gehen kann, als die Pflegemama.
Zugegeben, es war und ist noch viel Arbeit, aber es hat sich bis hier her gelohnt. Ich habe Ängste ausgestanden, dass sie doch noch eine Stelle im Zaun findet, durch die man entwischen könnte, ich habe gelernt wieder meinen Hundeverstand einzusetzen und nicht hinter ihr herzulaufen, um sie einzufangen, sondern sie zu ignorieren wenn sie ihren starren Blick bekam und davon flitzte und später immer öfter ruhig mit ihr zu reden. Nein ich habe sie nicht geschont und ihr „Extrawürste gebraten”, sondern sie akzeptiert, aber gleichzeitig auch mit ruhiger Ansprache zu verstehen gegeben, dass z.B. genau an dieser Stelle ihr Futterplatz ist, und ich habe sie, als es ging, ganz fest gehalten, bis sie begonnen hat, sich zu entspannen und überhaupt gespürt hat, dass ich sie streichle - ja das hat schon etwas Überwindung gekostet.
Auch meine Familie musste etwas „leiden” und lernen, dass es nun einmal nichts nützt aufzugeben, sauer zu werden oder beleidigt zu reagieren, wenn der Hund, dem man doch nichts Böses will, einen zum X. Mal sieht und flüchtet, um sich später hinzustellen und einen anzubellen, im eigenen Haus. Nein nur Geduld und Durchhaltevermögen führen zum Ziel. Man muss die Zeit investieren und mit spazieren gehen, sich manchmal auch zum Clown machen.
Es macht Spaß zu sehen, wie das Vertrauen wächst, darin bin ich mir mit meiner Familie inzwischen einig und nachdem selbst „der Mann”, der abends immer wieder nach täglicher Abwesenheit angebellt wurde, inzwischen beim Haus betreten nur noch 2 Bellerchen entgegengeschickt bekommt und nach meinem „alles ist gut”, der Süßen über den Kopf streicheln darf, bitte ich Euch heute, mir nachzusehen, dass ich ein „Pflegestellenversager” bin und Eiwa keinem anderen Menschen mehr gönne.
Ich wünsche mir, dass sich noch ein paar Menschen finden, die sich darauf besinnen, wie Hunde ticken, Zeit investieren können und wollen, … und nicht gleich die Flinte ins Korn schmeißen, wenn der Hund nicht gleich auf sie zustürmt und sich freut, dass da sein Mensch kommt, sondern sich das Zusammenleben erarbeiten, indem sie selbst an sich arbeiten, auch wenn es schwer fällt.
Danke, dass ich Eiwa behalten darf und viele liebe Grüße.“

Liebe Karin, danke für deine Liebe und für die viele Geduld, die du mit der Maus hattest. Wir freuen uns sehr, dass Eiwa bei euch bleiben darf. Danke auch für die tollen Fotos, die uns zeigen, wie fröhlich Eiwa bei euch ist!

27.02.2013
Iva, eine knapp drei Jahre alte blaue Afghanen-Hündin, sucht ihre Familie.
Sie zeigt sich eher zurückhaltend und schüchtern, zugleich aber auch neugierig, was die Welt so zu bieten hat. Zum Menschen ist sie lieb und wird sich bei ein bißchen Geduld sicher gut anschließen. Sie wünscht sich in ihrem neuen Zuhause zumindest einen Zweithund, der sie an der Hand nimmt bzw. Sicherheit gibt. Iva ist sehr verträglich mit anderen Hunden. Katzen kennt Iva nicht.
News 16.04.2013
News 05.05.2013










Dann hat die Pflegemama von unsere Iva wunderbare Fotos von der Süßen geschickt. Iva hat sich ganz toll entwickelt. Sie ist eine sehr sanfte und anschmiegsame, wirklich liebe Hündin geworden, so daß wir uns sicher sind, daß jemand mit ein bißchen Hundeverstand sehr glücklich mit ihr sein wird.















05.05.2013
Ivas Pflegemama hat Fotos geschickt.
Wie man sehen kann, fühlt die Hübsche sich bereits sehr wohl in ihrer Pflegefamilie - sie hat sogar beschlossen, daß man mit dem Kind kuscheln kann.
Auch das Pelzchen beginnt zu wachsen, so daß Nicht-Rassekenner sie bald wieder als Afghanen identifizieren kann :)








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